12.06.2019 Camino Primitivo: Von Castroverde nach Lugo


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Erkenntnis des Tages: 
Ab jetzt: Restkilometer 2-stellig


Der gestrige Abend war dann noch eine Überraschung, die man im Reisebericht erwähnen sollte. In der Bar mit der abgeschlossener Pension Cortes bediente uns eine Frau, die uns die Auswahl des Pilgermenü in deutscher Sprache aufsagte. Die holländische Pilgerin sprach davon, dass sie mit ihr holländisch gesprochen hätte. Ich lobte sie für ihr Sprachtalent und kam mit ihr ins Gespräch. So nach und nach ließ sie dann erblicken, dass das längst nicht alles ist. Sie spricht, englisch, französisch, italienisch, spanisch, deutsch, niederländisch, portugiesisch, galego oder galicisch, weiterhin studiert sie jetzt arabisch. Vermutlich hat sie noch ein paar andere Sprachen unterschlagen, sie war nämlich eher eine bescheidene und zurückhaltende Person. Sie sagt wenn man mal 3-4 Sprachen spricht, lernt man die anderen Sprachen sehr viel schneller. Ich spreche zwar auch 3 Sprachen, aber weit davon entfernt zu behaupten, dass ich jetzt schnell eine 4. Sprache lernen könnte. Eine unscheinbare aber interessante Erscheinung, die es aber ziemlich faustdick hinter den Ohren hat. Gerne hätte ich mehr über sie erfahren. Warum arbeitet eine so talentierte Person in einer einfachen Bar/Pension und nicht im Goethe-Institut? Fragen, die wohl für immer unbeantwortet bleiben.

Nach dem Frühstück steigen wir in unsere Wanderschuhe und suchen noch etwas Proviant für unterwegs. Laut Reiseführer gibt es auf der 25 km langen Strecke offenbar nur zwei Automaten. Die anstrengenden Berg-Etappen haben wir inzwischen hinter uns gelassen. Es kommen zwar noch kleine Anstiege, aber nicht zu vergleichen mit denen der letzten Tage. Einen Teil der Strecke laufen wir heute auch an der wenig befahrenen Landstraße entlang. Es gibt einige Waldabschnitte, die unterschiedlicher kaum sein können. So wechseln sich Pinienwald und Eukalyptuswald mit Zauberwald und totem Wald ab.

Zu unsere Freude kommt dann nach ca. 6 km doch noch eine Herberge mit Einkehrmöglichkeit. Sie steht nicht in unserem Outdoor-Buch verzeichnet. Kann sie auch nicht, denn sie wurde erst im Oktober letzten Jahres eröffnet, erzählt uns der junge aufgeschlossene und redseelige Mann hinter dem Tresen.

Herberge und Einkehr in Vilar

Er erzählt uns alles über die Herberge und deren Entstehungsgeschichte, dass der leckere Galicische Kuchen von seiner Tante selbst gebacken wurde, dass der Vater eine Metzgerei hat und dass er jedes Jahr in ein Ferien-Camp gegangen ist, wo auch Auswanderer aus Argentinien, Uruguay und Mexiko waren, deren Vorfahren früher in Galicien gewohnt haben. Jetzt sei er mit seinen 18 Jahren zu alt für’s Camp. Seine Enttäuschung darüber stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Anfangs ist es noch neblig und recht kalt, aber je länger der Tag, umso schöner und wärmer wird es.

Nach knapp 25 km kommen wir ziemlich angezählt in Lugo mit seiner gewaltigen 2130 m langen, vollständig erhaltenen Stadtmauer an.

Sie stammt aus dem 1. und 2. Jahrhundert und wurde im Mittelalter erneuert und ausgebaut. Im Jahr 2000 wurde die Mauer von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt. Am gigantischen Tor Puerta de San Pedro steht auch der Monolith, mit km-Tafel, an der wir uns auf den Sensor der Kamera verewigen.

km-Tafel: Ab jetzt 2-stellig (99,583 km)

Die Dusche und ein kleines Nickerchen bringen uns wieder auf die Beine. Gegen Abend schlendern wir noch durch die Altstadt und genießen in einem Restaurant unser tolles Abendessen.



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