15.06.2019 Camino Primitivo: Von As Seixas nach Melide


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Erkenntnis des Tages: 
Dumm gelaufen (wörtlich genommen)


Gestern Abend beim Abendessen in der nahegelegenen Bar war es dann noch sehr angenehm. Ich war nämlich der Hahn im Korb und umringt von vier hübschen Frauen am runden Tisch. Das hat man nicht alle Tage. Zu meiner Linken saß eine quirlige Koreanerin, zur Rechten ein junge Frau aus Tschechien und mir gegenüber eine flotte Italienerin und daneben meine Geliebte aus Deutschland. Der Vorteil für mich war, dass ich mich berieseln lassen konnte, denn ich kam kaum zu Wort und hatte dabei stets einen schönen Anblick. Am Nebentisch sitzt ein gut erhaltener Rentner aus Franken, der bereits seit 2 Jahren unterwegs ist und keinen festen Wohnsitz mehr hat. Er läuft die Jakobswege kreuz und quer, rauf und runter. Er kennt auch die Jakobswege, die sonst kein Mensch läuft. Mit einem Segelschiff ist er über den Atlantik quasi per Anhalter mitgefahren und hat dort den berühmt berüchtigten Appalachian Trail in 4 Monaten gelaufen. Ein zäher Hund, das sieht man ihm schon an.

Um 6:30 Uhr raschelt uns die flotte Italienerin von gestern aus dem Bett.

Morgenstund hat Gold im Mund

Wir waren nur zu dritt im 6-Bettzimmer. Das Frühstück besteht heute aus einem Automaten-Instant-Kaffee und einem Stück trockenen, galicischen Kuchen, den wir uns noch beim Abendessen haben einpacken lassen.

Auf wenig befahrenen Straßen und einigen Wegen geht es im Nebel weiter leicht bergig durch abgelegene galicische Dörfer bis zu einer Anhöhe kurz hinter Hospital das Seixas.

Nach 9 Kilometern kommt erst die nächste Versorgungsstelle, wo wir die Koreanerin und die Tschechin wieder treffen. In der Bar holen wir das magere Frühstück von heute Morgen nach. Wir buchen dort ein Zimmer für Pontevedra, wo das Konzert von Lila Downs statt findet. Während des Buchens stellen wir mit Erstaunen fest, dass wir an diesem Ort schonmal übernachtet haben. Nämlich 2017, als wir den Camino Portugués gelaufen sind. Es reift die Idee heran, den Weg bis dorthin weiterzulaufen. Jetzt haben wir aber dummerweise aus Unwissenheit schon ein bisschen Zeit verbummelt und absichtlich kleinere Etappen gelaufen, weil der ursprüngliche Plan war, mit einem Mietauto von Santiago nach Pontevedra zu fahren. Jetzt müssten wir teilweise sehr lange Etappen laufen, um es rechtzeitig zu schaffen. Mal sehen, wie es uns in den nächsten Tagen geht und wie wir uns entscheiden.

Die letzten 7 km wandern wir zügig bergab und auf dem letzten Stück schnurgerade über Asphalt nach Melide.

Ab hier geht der Pilgerrummel richtig los. Vorbei ist die Zeit, wo wir fast alleine unterwegs sind. Hier werden die Pilger vermutlich wie an einer Perlenkette aufgereiht laufen.

Melide: Praza do Convento

In Melide finden wir sogar eine Albergue mit einem Zweibettzimmer. Der Knaller ist hier die Toilette, bei der man automatisch zum Sitzpinkler wird. Eine geniale Erfindung des Architekten! 😅

Toilette mit Sitzpinkelzwang


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