14.06.2019 Camino Primitivo: Von San Román nach As Seixas


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Erkenntnis des Tages: 
Irgendwo im Nirgendwo (Song von Stephan Ullmann)


Heute Nacht hatte ich einen ganz klaren Traum. In diesem Traum wurden wir gefragt, ob wir zu Fuß zur nächsten Herberge laufen wollen, oder lieber mit einer Sänfte getragen werden wollen. Wir entschieden uns gemeinsam für die Sänfte. 😄 Kurze Zeit später kam ein Jaguar Cabriolet vorbei gefahren und hielt an. Es saß ein äußerst adrett gekleidetes Pärchen vorne im offenen Cabrio. Hinten im Wagen war der Rand mit Leder ausgekleidet, allerdings hing das Leder in Fetzen herunter. In der Mitte befand sich ein tolles flauschigen Bett, allerdings war alles total verstaubt. Das Pärchen fragte uns, ob wir nicht lieber mit Ihnen fahren wollten, statt in der Sänfte getragen zu werden. Wir nahmen dankend an und legten uns unter die verstaubte Bettdecke. Der Jaguar fuhr los und kurze Zeit später schwamm der Cabrio auf dem offenen Meer. Die Wellen wurden immer höher. Mit der ersten Welle ins Cabrio bin ich aufgewacht.

So, liebe Leser, Traumdeuter oder diejenigen, die es werden wollen. Schreibt mir Eure Ideen und Vorschläge gerne in den Kommentar. 👻

Das Frühstück ist heute im Preis inbegriffen. Das ist längst nicht immer so. Eher eine Seltenheit. Der junge Herbergsvater macht sich einen schlanken Fuss und lässt die Pilger ihr Frühstück selbst zubereiten. Wir sitzen am Tisch mit zwei Spanierinnen und unterhalten uns auch über das Wetter. Sie bestätigen unsere Vermutung: Die Temperaturen sind für diese Jahreszeit sehr kalt. Gestern Abend haben wir mit Fleece am Abendessen gesessen und haben noch gefroren. Aber zum Wandern ist das eigentlich genau richtig.

Albergue in San Román

Als wir los laufen, ist es sehr nebelig. Wir kommen noch etwas höher auf den Berg und im Tal sieht man die Nebelschwaden liegen. Man könnte fast meinen, man sei im Schwarzwald.

Wenig später kann man förmlich zuschauen, wie der Nebel durch die Sonne aufgefressen wird.
Auf dem Weg sind heute hauptsächlich ein paar Spanier unterwegs, aber man kann sie immer noch an einer Hand abzählen. Sonst sind wir wieder ziemlich alleine auf dieser gottverlassenen Strecke. Wir sehen in der Ferne eine Bar.

Bar im Nirgendwo

Stephan Ullmann würde jetzt singen „Irgendwo im nirgendwo“. Das wundervolle Lied hat natürlich ursprünglich eine ganz andere, tiefsinnigere Bedeutung und ich hoffe dass es in Ordnung ist, wenn ich nur den Refrain auf diese Weise verwende. Jedenfalls hat sich dieser Ohrwurm sich tief in meine Hirnrinde hineingegraben.

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Irgendwo im Nirgendwo

Apropos Irgendwo im Nirgendwo: Es ist erstaunlich, dass man hier in den verlassensten Gegenden durchgängig ein 4G Netz hat. Ich frage mich, warum man das in Good-Old-Germany nicht schafft und im Odenwald oder Schwarzwald nur GPRS Empfang hat, wenn überhaupt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Deutschland technologisch ziemlich weit hinten angekommen ist.

Heute ist die Strecke wieder schöner als gestern. Es ist zwar auch recht viel Straße dabei, aber es wechselt sich wenigstens schön mit grün gesäumten Pfaden, Waldstücken oder alten Dörfchen ab.

Auf halber Strecke gibt es wieder eine kleine Bar, wo wir uns mit einem Bocadillos con Queso (Baguette mit Käse) und einem Café con leche verköstigen. Ein paar Kilometer weiter kommen wir dann zum nächsten Irgendwo im Nirgendwo, Es heißt auch noch so. Nämlich Neverland. Dort lebt ein Künstler mit seiner Lebensgefährtin, verköstigt Pilger, plaudert, verkauft selbstgemachte Lederwaren und ist der Einzige auf dem Weg, dessen Pilgerstempel individuell und handgemalt in die Credential gemalt werden. Sehr originell, wie wir finden.

Da wir noch genügend Zeit haben, verweilen wir lieber hier auf dem ruhigen Camino Primitivo. Ab morgen kommen wir dann in den Trubel des Camino Frances. In Melide führen sie zusammen.

Feldarbeit wie in alten Zeiten

Wir finden eine wunderschöne Albergue Irgendwo im Nirgendwo. Da wir schon um 13 Uhr hier sind, nutzen wir heute die Waschmaschine, um unseren Sachen einen frischen Duft zu verleihen. Wir sind übrigens die ersten Pilger und haben noch die Herberge ganz für uns alleine.

Albergue in As Seixas

Gegen Abend laufen wir 125 Meter nach unten zur Bar, wo es das Pilgermenü zu einem etwas gehobenen Preis gibt.



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