24.08.2020 Strampeln für die Kultur: Von Brake nach Bremen


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Künstler strampeln um ihre Existenz – wir strampeln für die Kultur!

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Erkenntnis des Tages: 
1500 km auf dem Sattel und kein bisschen müde


Das Frühstück gibt´s heute in der nahegelegenen Bäckerei in derselben Straße des Hotels. Zuvor noch ein Erinnerungsfoto vom Hotel und der Statue Der Fischer, denn bei so einer Radreise hat man so viel Eindrücke, dass man sich oft nicht mehr erinnern kann, wo man war und übernachtet hat. Ein Foto hilft uns, das Bild der Umgebung zurück ins Gedächtnis zu rufen. Es sind sicherlich keine wertvollen Fotomotive, dafür aber wertvolle Erinnerungen für uns.

Wir haben heute nur eine relativ kurze Strecke von knapp 50 km vor uns, denn wir wollen uns für Bremen etwas mehr Zeit lassen. Deshalb radeln wir die gesamte Strecke entlang des Deiches fast in einem Rutsch durch. Nur ein kurzer Snack am Wegesrand unterbricht unsere Fahrt. Dieses Mal haben wir Wind von der Seite, nur gelegentlich Gegenwind und teils sogar etwas Rückenwind. Ein Segen ist der Rückenwind, denn seit gefühlten 5 Tagen haben wir nur starken Gegenwind. Auch auf dieser Etappe sind wieder einige Schafgatter zu überwinden, nur hilft hier leider keine Slalomfahrt mehr, um den Exkrementen der Schafe auszuweichen. Daher sehen heute unsere Fahrräder etwas unappetitlicher aus. Wir nutzen jede erdenkliche Regenpfütze um unsere Räder zu waschen.

Bis kurz vor Bremen hatten wir einen Schnitt von über 20 km/h, der aber durch die Besichtigungen, 100 kleinen Stopps an Sehenswürdigkeiten und eine Schlenderfahrt durch die Stadt stark reduziert wurde. Aber das zählt für uns eh nicht, wir sind ja Genussradler. 🙂

An der Weserpromenade Der Schlachte fahren wir entlang an Schiffen wie der Admiral Nelson und Alexander von Humboldt. Sehr sehenswert ist auch der Martplatz mit seinem Rathaus, der Statue Bremer Roland, der seit 1404 den historischen Marktplatz bewacht. Er wurde 2004 gemeinsam mit dem Rathaus von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.

Rathaus Bremen
Schütting (l), Statue des Rolands (r)
Marktplatz Bremen #theta360 #theta360de – Spherical Image – RICOH THETA
Rundum-Panorama vom Marktplatz

Direkt neben dem Rathaus im Stil der Weserrenaissance kann man eine Bronzestatue der vier Stadtmusikanten aus einem Märchen der Gebrüder Grimm bestaunen: der Esel ganz unten, auf ihm der Hund, die Katze darüber und ganz oben der Hahn. Man sagt, dass das Berühren der Beine oder der Nase des Esels Glück bringt. Dort machen wir unser heutiges Titelbild.

Die Bremer Stadtmusikanten geben uns Glück mit auf den Weg

Wir besichtigen den St.-Petri-Dom. Er ist ein aus Sandstein und Backstein gestalteter romanischer Kirchenbau, der vom 11. Jahrhundert an über den Fundamenten älterer Vorgängerbauten errichtet und seit dem 13. Jahrhundert im Stil der Gotik umgebaut wurde.

Rathaus und Dom / Bremen

Unser obligatorisches Kaffeekränzchen gibt´s heute in einer Passage, bevor wir weiter zur Böttcherstraße fahren. Die Böttcherstraße ist eine etwa 110 m lange Straße in der Bremer Altstadt, die aufgrund ihrer Architektur zu den Kulturdenkmalen und Touristenattraktionen in Bremen zählt. Zufällig hören wir das bekannte Glockenspiel, welches zu dieser Jahreszeit stündlich gespielt wird.

Play-Taste klicken, um das Glockenspiel zu hören!

Das Haus des Glockenspiels in der Bremer Böttcherstraße ist bekannt durch sein Glockenspiel aus Meißner Porzellanglocken und die von Bernhard Hoetger entworfenen Holztafeln in einem drehbaren Turm-Teil. Seit dem Jahr 1973 steht es unter Denkmalschutz.

Weiter geht´s in das älteste Stadtviertel von Bremen mit dem Namen Schnoor. Hier reihen sich gemütliche Kneipen, Restaurants und Kunsthanwerksbetriebe aneinander. Der Schnoor – auch das Schnoorviertel genannt (von niederdeutsch Schnoor, Snoor = Schnur) – ist ein bis in das Hochmittelalter zurückreichendes Gängeviertel in der Altstadt Bremens und zugleich der Name der Straße Schnoor in diesem Viertel. Die ältesten weltlichen Bauwerke stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert, die Kirche St. Johann entstand im späten 14. Jahrhundert. Gegen Abrisspläne konnte das im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschonte Quartier in den 1950er Jahren, das heute eine der wichtigsten touristischen Attraktionen darstellt, erhalten werden.

Bevor wir ins Hotel fahren, essen wir im Pannekoekschip Admiral Nelson noch leckere Pfannenkuchen zu Abend. Admiral Nelson ist das Pfannkuchenschiff direkt an der Schlachte in Bremen. Hier fühlt man sich ein bisschen wie Captain Jack Sparrow im Film Fluch der Karibik.

Pannekoekschip “Admiral Nelson”

Das Hotel bietet leider keine Parkplätze für die Fahrräder an und wir werden an die ADFC Radstation gegenüber am Bahnhof verwiesen. Für 1,50 € können wir hier unsere Fährräder sicher unterstellen. Mal sehen ob sie morgen noch da stehen.



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