25.08.2020 Strampeln für die Kultur: Von Bremen nach Verden


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Künstler strampeln um ihre Existenz – wir strampeln für die Kultur!

Wer unsere Mission gerne unterstützen möchte bekommt hier mehr Infos.


Erkenntnis des Tages: 
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen. (Johann Wolfgang von Goethe)


Getreu dieser Weisheit von Johann Wolfgang von Goethe reisen wir von Tag zu Tag. Nicht um anzukommen. Wir haben noch kein festes Ziel vor Augen. Unser Ziel ist es, gesund mit möglichst vielen guten Erinnerungen nach Hause zu kommen. Erinnerungen einzusammeln, die uns hoffentlich ein Leben lang erhalten bleiben. Das ist auch mehr oder weniger der Grund, warum wir unsere Reise in einem Reiseblog dokumentieren. Manchmal sitze ich nachts am Computer, um Fotos für ein Projekt zu bearbeiten. Dann schweifen die Gedanken schonmal ab in die Erinnerung einer bestimmten Begebenheit. Oft bleibe ich an meinen eigenen Reiseberichten hängen, schaue mir Fotos an oder erinnere mich, indem ich den Text nochmal lese und erfreue mich daran, was wir alles schon gesehen und erlebt haben. Das Vagabunden-Leben gibt uns so Vieles. Sei es bei Fernwanderungen oder bei den Radreisen. Ich wage fast zu behaupten, dass es kaum eine Urlaubsart gibt, bei der man mehr erleben kann. Alles ist sehr intensiv: Hitze, Kälte, Regen, Wind, Sturm, Gerüche, Großstädte, Land, Ferne, Weite, Wasser, Strand, grün, blau und alle andere bunten Farben, monotones pedalieren, einsames Fahren am Deich, mit dem Wind, gegen den Wind, mit Regen, mit Sonne, holprige Wege, aalglatte, mal langsam, mal schnell, dann wieder Hektik in der Stadt, Menschen hetzen, hupen, Kapellen, Kirchenbesuche, Ruhe, innehalten, weiter fahren, weiter, immer weiter, endlos, ohne Ziel, nur der Weg und sonst nichts, Gänsehaut, alles fügt sich nahtlos ineinander ein, das ist so auf dem Weg ohne Ziel, man plant nichts, aber es klappt auch ohne Plan. Warum planen wir sonst so viel? Von Tag zu Tag wird es einfacher, eingespielt, kein Sand im Getriebe, die Gedanken sind frei und unaufhaltsam. Probleme? Alle weg! Einfach nur glücklich sein. Das ist “unser” reisen.

Nach dem Frühstück holen wir die Fahrräder an der ADFC-Fahrradstation wieder ab. Hurra, sie sind beide noch da, und es fehlt nichts. Sogar eine Fahrradflasche, die ich versehentlich hängen ließ, ist noch dran. Wir fahren zurück zum Hotel und packen die Räder. An der Weserpromenade setzen wir unseren Weg aus der Stadt heraus fort. Über ein Wehr geht´s auf die andere Weserseite nach Thedinghausen. Das Schloss Erbhof zählt zu den herausragenden Beispielen der Weser-Renaissance in der Mittelweser-Region. Sabine hat es heute wieder eilig, sogar richtig eilig. So rasen wir heute mit vollem Gepäck mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 20 km/h durch die Lande. Bald geht es wieder auf die andere Weserseite, auf der wir direkt in die Domstadt Verden radeln und geradewegs auf eine Bäckerei zu, um Cappuccino mit Apfelkuchen zu genießen. Allerdings findet eine ganze Schar Wespen den Kuchen auch ganz toll und wir müssen daher nicht alleine essen. Es ist garnicht so einfach, ein Stück Kuchen in den Mund zu schieben, ohne dass eine stechende Fleischeinlage dabei ist.

Das Verdener Stadtbild wird von dem alles überragenden Dom (1290-1490) geprägt. Gotische Baukust mit dem ersten Hallenumgangschor in Deutschland.

Dom Verden #theta360 #theta360de – Spherical Image – RICOH THETA
Dom in Verder

In der Touristeninfo bekommen wir Adressen von Privatunterkünften. Wir suchen uns eine aus. Am heiligen Domplatz nehmen wir ein Zimmer. Im Gästebuch finden wir einen Eintrag “Herzenswärme und Freundlichkeit haben uns für diese Etappe gestärkt!” … das können wir so unterschreiben.


Hier noch ein bisschen Statistik:

Kontostand Strampeln für die Kultur:
Sagenhafte 1.700 € – Vielen Dank für Deine Spende!
Tages-km: 60,0 km
Dauer: 3:00 h
Gesamt-km: 1.561,4 km
Gesamt-Höhenmeter: 8.420 hm
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,7 km/h



#kraichgauschwarzwaldbodenseeradweg #neckartalradweg #radreise #2021

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