31.07.2021 Radurlaub: Von St. Leon nach Pforzheim


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Die Nacht war ab Mitternacht ruhig. Davor waren noch ein paar junge Leute im Pavillon nebenan sehr gesprächig, aber die sollen ja auch ihren Spaß haben. Um 8 Uhr kriechen wir aus unserem Zelt und werden von einer neugierigen und äußerst interessierten Polin ausgefragt. Gleichzeitig erzählt Sie uns ihre ganze Lebensgeschichte innerhalb von 10 Minuten. Im See-Restaurant holt Sabine Brötchen, während ich den Gaskocher einheize für einen schnellen “2in1 Kaffee”. Bis Sabine wieder kommt, sind alle Zeltutensilien schon verstaut und der Frühstückstisch im nebenstehenden Pavillon gedeckt. Der “Kaffee” ist nicht zu vergleichen mit einem Kaffee aus einer Siebträgermaschine, erfüllt aber trotzdem seinen Zweck.

Um 10 Uhr sind wir startklar. Der ausgeschilderte Radweg geht unmittelbar am See vorbei, sodass das Auffinden eine Leichtigkeit ist. Die Beschilderung des Radweges ist größtenteils sehr gut, dennoch gibt es ein paar Stellen der Unsicherheit, wo uns Komoot schnell den richtigen Weg weist.

Zunächst geht der Weg an einigen Baggerseen vorbei, an denen wir früher sehr oft waren. St. Leon, Kronauer See, Langenbrücker See bis wir nach einigen kleinen Anstiegen in Bruchsal landen. Wir werden am Schloss von Bruchsal vorbeigeführt und statten dem königlichen Gemäuer einen kurzen Besuch ab. Der Kaffeeduft lockt uns in die Bäckerei unseres Vertrauens 🙂

Ab jetzt geht das geliebte Sägezahnhöhenprofil los. Diese kleinen, fast unsichtbaren Zacken im Höhenprofil verlangen unseren mehr oder weniger untrainierten Beinen die ersten Kräfte ab. Immerzu geht es auf und ab, wobei wir in der Tendenz bereits an Höhe gewinnen.

Plötzlich höre ich einen lauten Schrei hinter mir. Sabine ruft. Ich drehe mich um und sehe, wie sie neben ihrem Rad steht. Ich lasse mich den Berg hinabrollen und stelle fest, dass die Kette vom vorderen Blatt abgesprungen ist und sich zwischen Kettenblatt und Motor eingeklemmt hat. Also, Gummihandschuhe an, Gepäck ab, Schutzblech ab und hinein in die unliebsame Befreiung der Kette. Bei dieser Gelegenheit gleich alle Umlenkrollen gereinigt, die Kette nochmal geölt und wieder alles zusammengeschraubt. Nach 30 Minuten kann die Fahrt weitergehen.

Ein kleiner Eiszwischenstopp gönnen wir uns in dem beschaulichen Fachwerkhaus-Städtchen namens Bretten. Sehr einladend ist das hier für´s Auge.

Ab jetzt geht es mit Gegenwind unaufhörlich und kilometerlang eine Schotterpiste im Wald bergauf. Teils mit sehr steilen Passagen, so dass ich meine 18-Gang-Pinion-Schaltung manchmal in den ersten Gang legen muss.

Sobald wir die Autobahnbrücke überqueren, rollen wir bergab nach Pforzheim. Leider gibt es weit und breit keinen Campingplatz, so dass wir uns heute einen königlichen 4-Sterne Palast mitten in Pforzheim gönnen.

64 km, 610 hm, untrainiert, voll bepackt, kaputt & glücklich!



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