Der Morgen beginnt heute herrlich unkompliziert. In der gemütlichen Küche der „Wanderlust Boutique Rooms“ frühstücken wir Brötchen und Käse vom Vortag. Dazu gibt es gratis Kaffeepads, eine kleine aber feine Küche und einen liebevoll eingerichteten Aufenthaltsraum, in dem man gerne etwas länger sitzen bleibt. Genau diese entspannte Atmosphäre macht Radreisen oft so besonders.
Bevor wir weiterfahren, plaudern wir noch eine ganze Weile mit Richard, unserem Gastgeber. Einer dieser Menschen, bei denen man sofort merkt, dass sie Gastgeber aus Leidenschaft sind. Fast ein bisschen schade, dass wir überhaupt weiter müssen.
Baustellenroulette am Hallstätter See
Danach geht es wieder auf den Salzkammergut-Radweg beziehungsweise auf die Strecke Richtung Hallstätter See. Wir fahren zunächst am Ostufer entlang – wunderschön gelegen, allerdings ständig leicht auf und ab. Während der Fahrt tauchen immer wieder Warnschilder auf. Natürlich denken wir uns erst einmal: „Wird schon irgendwie gehen.“
Spoiler: Ging es nicht.
Plötzlich stehen wir direkt vor einer Absperrung. Ende Gelände. Ein Bauarbeiter erklärt uns freundlich, aber bestimmt, dass wegen Felsarbeiten absolut kein Durchkommen möglich sei. Bedeutet für uns: sieben Kilometer zurückfahren. Dieselbe Strecke. Macht zusammen satte 14 Kilometer Extra-Tour.
Nicht gerade der Motivationsschub des Tages.
Also bleibt uns nichts anderes übrig, als auf die Bundesstraße am Westufer auszuweichen. Und das ist ehrlich gesagt kein Vergnügen. Keine separate Radspur, dafür Autos, Busse und LKWs, die teilweise ziemlich dicht vorbeiziehen. Solche Abschnitte gehören leider manchmal auch zu einer Radreise dazu – auch wenn man sie ganz sicher nicht vermisst.
Hallstatt: Zwischen Selfiesticks und Fahrradlenker
Anschließend müssen wir noch durch Hallstatt. Und dort geht es zu wie immer: turbulent. Menschenmassen schieben sich durch die engen Gassen, unzählige Handys sind im Dauereinsatz und besonders viele asiatische Reisegruppen prägen heute das Bild.
Mit unseren vollbepackten Rädern versuchen wir uns vorsichtig hindurchzuschlängeln – was ungefähr so entspannt ist wie Slalomfahren im Feierabendverkehr. Hallstatt ist ohne Zweifel wunderschön, aber als Radfahrer braucht man hier definitiv Geduld.
Hinter Hallstatt wird es dann langsam wieder ruhiger. In Bad Aussee legen wir schließlich unsere erste längere Pause ein – im Kurpark Café Zweite. Endlich einmal durchatmen, Beine ausstrecken und einfach kurz zur Ruhe kommen.
Pause für Körper und Gesundheit
Eigentlich wollten wir heute noch weiterfahren. Doch seit gestern Abend meldet sich leider wieder mein Husten zurück. Deshalb entscheiden wir uns spontan, in Bad Aussee zu bleiben und uns ein Hotelzimmer zu nehmen.
Manchmal muss man auf Radreisen eben auch auf den Körper hören – selbst wenn die Beine eigentlich noch weiterrollen möchten. Also nutzen wir den Nachmittag zum Ausruhen und hoffen, dass es morgen wieder besser aussieht und unsere Reise weitergehen kann.




















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