Mattsee

2026 Radreise Mozart-Radweg & Salzkammergut-Radweg: Tag 9

Die Nacht war endlich einmal deutlich entspannter. Der Husten hat sich spürbar zurückgehalten und dadurch fühlt sich der Morgen direkt freundlicher an. Wobei… ganz perfekt war die Nacht dann doch nicht. Der kräftige Kaffee vom Mittag hat mich nämlich mitten in der Nacht noch einmal für gute zwei Stunden hellwach im Bett sitzen lassen. Offenbar wollte mein Körper um drei Uhr morgens unbedingt noch einmal über das Leben nachdenken.

Trotzdem: Nach dem wirklich guten Frühstück sieht die Welt wieder ganz anders aus. Die Motivation ist zurück, die Beine fühlen sich ordentlich an und endlich ist wieder dieses vertraute Gefühl da, einfach losradeln zu wollen.

Ein Abstecher in die Altstadt von Mondsee

Bevor wir auf den Salzkammergut-Radweg weiterfahren, rollen wir zunächst noch einmal gemütlich hinein nach Mondsee. Der Ort gehört definitiv zu den schönsten Stationen im Salzkammergut.

Besonders beeindruckend ist die mächtige Basilika St. Michael mit ihren markanten Türmen. Viele kennen sie übrigens aus dem Film „Sound of Music“, denn hier wurde die berühmte Hochzeitsszene gedreht. Rund um die Kirche lädt die kleine Altstadt mit ihren farbenfrohen Häusern, Cafés und ruhigen Gassen zum Bummeln ein. Genau der richtige Ort, um den Tag entspannt zu beginnen.

Vom Mondsee durchs Seenland Richtung Salzburg

Anschließend folgen wir weiter dem Salzkammergut-Radweg, der hier noch gemeinsam mit dem Mozart-Radweg verläuft. Die Strecke gehört zu den angenehmsten Abschnitten der gesamten Tour. Sanfte Hügel, grüne Wiesen und immer wieder herrliche Blicke auf die umliegenden Berge prägen die Landschaft.

Der Radweg führt überwiegend auf ruhigen Nebenstraßen und guten Radwegen durch das Salzburger Seenland. Immer wieder passiert man kleine Orte, Bauernhöfe und Felder, während die Berge langsam etwas weiter in den Hintergrund rücken.

Sportlich bleibt die Strecke moderat. Es geht zwar immer wieder leicht auf und ab, aber nie wirklich brutal steil. Genau diese Mischung macht den Abschnitt so angenehm zu fahren.

Übergang zum Mozart-Radweg bei Anthering

Je näher man Anthering kommt, desto flacher wird die Landschaft. Gleichzeitig verändert sich auch der Charakter der Strecke. Der Salzkammergut-Radweg geht hier nach und nach in den Mozart-Radweg über.

Die Route folgt nun zunehmend nahe der Salzach und bietet entspanntes Rollen ohne große Steigungen. Besonders angenehm: Viele Abschnitte verlaufen fernab des Autoverkehrs direkt auf gut ausgebauten Radwegen.

Gerade nach mehreren Tagen im hügeligen Salzkammergut fühlt sich das fast ein wenig wie Urlaub für die Beine an.

Entlang der Salzach bis nach Laufen

Hinter Salzburg wird der Mozart-Radweg noch einmal richtig gemütlich. Der Weg führt entlang einer Bahntrasse Richtung Laufen beziehungsweise Oberndorf bei Salzburg auf österreichischer Seite.

Die historische Altstadt von Laufen und die direkte Lage an der Salzach bilden einen wunderschönen Abschluss dieser Etappe.

Am Abend steuern wir wieder den Italiener um die Ecke an, um unsere Kohlenhydratspeicher ordentlich aufzufüllen. Schließlich warten noch die letzten beiden Etappen bis zurück zu unserem Camper – und dafür brauchen Beine und Akku gleichermaßen ausreichend Energie.

Während wir entspannt beim Abendessen sitzen, wächst langsam dieses besondere Gefühl, das man gegen Ende einer Radreise immer bekommt: einerseits Vorfreude auf das Ziel, andererseits aber auch ein kleines bisschen Wehmut, dass sich die Tour langsam dem Ende nähert.

Denn egal wie anstrengend manche Tage waren – genau diese Mischung aus Bewegung, kleinen Abenteuern, Improvisation und wunderschönen Landschaften macht solche Reisen am Ende unvergesslich.

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4 Kommentare

  1. Ich hoffe ihr habt in Oberndorf einen Stopp an der Stillen Nacht Kapelle eingelegt oder holt das morgen noch nach!
    Viele Grüße und gute Fahrt
    Kaya

  2. „Offenbar wollte mein Körper um drei Uhr morgens unbedingt noch einmal über das Leben nachdenken“ Over het leven kom je nooit uitgedacht. Het blijft vol vraagtekens en is altijd boeiend.

  3. Ihr Lieben,
    schön zu hören (lesen), dass unsere guten Wünsche offstl. gefruchtet haben – zumindest ein kl. bisschen… ;-)
    Danke für die vielen schönen Impressionen… mein „Bild des Tages“ ist trotzdem nicht die Basilika (obwohl die wirklich beeindruckend ist) – sondern die beiden Alpakas, die ihr unterwegs getroffen habt… klasse!

    GLG &alles Liebe für die 2 letzten Tage eurer Radtour
    eure Margott

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