Etappe 8: Von Jestetten nach Waldshut

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Etappe 8: Von Jestetten nach Waldshut
Waldshut-Tiengen, Germany

Waldshut-Tiengen, Germany


Der Regen hört erst um 9.00 Uhr auf. Die ganze Nacht über gießt es wie aus Kübeln, aber wir bleiben im Zelt schön trocken. Wir bleiben vorsichtshalber noch eine halbe Stunde länger liegen um auch ganz sicher zu sein, dass es nicht wieder anfängt.
Also gut. Um 9.30 Uhr ist es dann endlich soweit. Gut ausgeschlafen klettern wir aus unseren neuen warmen Schlafsäcken. Eigentlich will man gar nicht mehr raus aber wir raffen uns auf.
Nach dem Duschen versuchen wir, unsere Sachen so gut wie möglich unter dem Vordach des Bademeisterhauses zu trocknen. Wenn alles klitschnass ist, benötigt man eben viel mehr Zeit, um weiterzufahren. Inzwischen reden wir schon von ‘kontaminieren’, d.h. wenn etwas Feuchtes mit etwas Trockenem zusammen kommt. Bei andauerndem Regen ist es wichtig, so wenig wie möglich zu kontaminieren, sonst hat man binnen we***** Stunden nichts Trockenes mehr. Darauf achten wir peinlichst und so gelingt es, mit Hilfe von vielen Plastiktüten, mehrere Regentage zu durchzustehen. Unser Glück ist aber, dass es tagsüber fast immer regenlos ist. Für Euch da hinter den Bildschirmen, die ihr im schönen warmen Gebäude seid, mag das banal klingen, aber wir sind andauernd damit beschäftigt.
Ok, genug zu diesem Thema.Wir fahren ins Zentrum von Jestetten ins Café Schäfer und frühstücken sehr ausgiebig vom Buffet. Auch hänge ich mit meinem Blog lange hinterher und hole 2 Tage nach. Erst nach 13.00 Uhr steigen wir auf unsere Drahtesel und treten los.
Die Landschaft ist wieder sehr abwechslungsreich. Schmucke Dörfchen, Wiesen und Flure. Ackerbau und Viehzucht. Welliges Auf und Ab, mal auf Radwegen parallel zur Straße, dann wieder über Wiesen. Kleiner Abstecher auf den Kaiserstuhl in der Schweiz und wieder zurück, um einige zusätzliche Höhenmeter zu gewinnen und ein paar Aufnahmen zu machen. Plötzlich ist der Radweg verbarrickadiert. Dorfest in Reckingen. Der letzte Kuchen wird uns leider vor der Nase weggeschnappt, aber egal. Wir trinken noch etwas und nehmen einen Snack aus unserem Rucksack und fahren schließlich weiter. Kurz vor Waldshut ist auch die Etappe für heute zu Ende, denn es gibt danach keinen Campingplatz mehr bis Basel. Zumindest nicht auf der nördlichen Route.
Auf dem Campingplatz angekommen, wird das Zelt aufgebaut und die Fahrräder gepflegt, denn die Ketten sind trocken und meine Scheibe schleift, seitdem sich das Rad, bei einer scharfen Wende zu Fuß, gelöst hat.
Der Anhänger ist ausgestattet mit einer speziellen verlängerten Achse und zwei Aufnehmern am jeweiligen Ende der Achse. Der Aufnehmer ist auf einer Seite etwas stümperhaft am Schnellspanner angeschweißt. Als ich das Hinterrad wieder einsetze und den Schnellspanner anziehe, reißt die Achse vom Schnellspanner ab. Es gibt ein passendes Wort für solche Situationen: SCH…..! Denn ohne die Achse ist mein Gefährt erstmal fahruntüchtig.

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