29.08.2020 Strampeln für die Kultur: Heimreise und Resümee


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Dieser “Strampeln für die Kultur”-Blog-Beitrag ist allen Künstlern und Kulturschaffenden gewidmet.

Erkenntnis des Tages:
Künstler strampeln immer noch um ihre Existenz!


Nach der Stadtbesichtigung in Hameln fahren wir auf direktem Wege an den Hauptbahnhof und gehen zum Reisezentrum. Der Schalterbeamte sagt, dass eine Reservierung mit Fahrrädern nicht mehr möglich ist. Leichter Schock, aber dann gleich die Auflösung: Wir können mit Regionalbahnen nach Mannheim fahren und bekommen ein günstiges Quer-durchs-Land-Ticket für 62 € für zwei Personen und den beiden Fahrrädern. Wir müssen zwar drei mal umsteigen (Altenbeken, Kassel, Frankfurt) und der Zug hält an jeder Milchkanne, dafür bieten die Regionalbahnen einen breiten Einstieg auf gleicher Ebene zum Bahnsteig und man kann mit den montierten Satteltaschen in den Zug. Damit entfällt das ständige Ab- und Anhängen der Satteltaschen, muss sich nicht durch schmale Türen zwängen und die Räder über einen halben Meter hochwuchten. Sehr komfortabel. Da nehmen wir die längere Fahrzeit gerne in Kauf.

Wir sind die letzten Kunden, die noch ihr Ticket bekommen. Nach uns macht der Beamte die Luken dicht und Feierabend. Haben wir wieder ein Glück!

Um 14:45 Uhr steigen wir in den Zug und um 22:00 Uhr kommen wir nach einer schnellen letzten Fahrt mit dem Rad vom Mannheimer Hauptbahnhof, kerngesund und ohne Speichen-, Rippen- oder sonstigem Bruch zu Hause an.

Resümee unserer Radreise mit dem Motto “Strampeln für die Kultur”

Zunächst ein bisschen Statistik:

Das Titelbild zeigt heute unsere komplette Radreise-Route. Nach meinen Aufzeichnungen per Komoot sind wir insgesamt 1.765 km gefahren. Sabine´s Kilometerzähler zeigt 1.777,7 km an. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Der Spendenstand beträgt heute 1915 €, also haben wir bis jetzt für jeden gefahrenen Kilometer etwas mehr als 1 € für die Kultur eingestrampelt. Wir saßen insgesamt 105,67 Stunden auf dem Sattel und haben dabei 9.180 Höhenmeter überwunden, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,6 km/h. Ich habe 2.173 Fotos gemacht, davon 843 Fotos bearbeitet und im Reiseblog veröffentlicht. Damit es nicht so viel Zeit beansprucht, keine HQ-RAW-Bildbearbeitung, sondern nur JPG. Durchschnittlich wird jeder Blogpost ca. 276 mal pro Tag gelesen. Zusammen 8.284 mal wurden Blogs dieser Reise (Stand 31.8.2020 10:20 Uhr) gelesen. Vielen Dank dafür! Der größte Dank geht jedoch an alle aktiven Leser. Leser, die unsere Reiseberichte liken, teilen, kommentieren oder gar etwas zur Erhaltung der Kultur beitragen, noch spenden wollen oder bereits gespendet haben! Ihr seid absolut Klasse und eine große Motivation für uns! 🥰 🥰🥰


Das komplette Gepäck inkl. Zeltausrüstung und Kochgeschirr haben wir nicht transportieren lassen. Sabine mit etwas motorischer Unterstützung und ich mit eigener Muskelkraft, auch wenn der orange Block an den Kurbeln aussieht wie ein Motor, es ist wirklich nur ein 18-Gang-Pinion-Getriebe :-). Hier das detaillierte “Strampeln für die Kultur” Fahrtenbuch mit allen Angaben, für diejenigen, die es ganz genau interessiert.

Viele unvergessliche Momente, Eindrücke und Erinnerungen haben wir mit nach Hause gebracht. In diesem Betrag haben wir alle unsere Erlebnisse und Etappen nochmal übersichtlich zusammengefasst. Auch haben wir mit Vorurteilen aufgeräumt. Drei Fahrradschlösser haben wir mitgenommen, weil wir Angst um unsere Fahrräder in Tschechien hatten. Irgendwie schäme ich mich heute dafür, weil nirgends habe ich mich so sicher und so wohl gefühlt wie in Tschechien. Die Menschen dort waren unglaublich freundlich, haben Anstand und zeigen Respekt. Wenn wir Unfreundlichkeit erlebt haben, dann war es eher hierzulande. Wenn wir uns mal unsicher oder mulmig gefühlt haben, dann nicht im Osten Deutschlands oder in Tschechien, sondern eher im Westen Deutschlands. Hier kommt mir das Sprichwort eines Weltreisenden wieder ins Gedächtnis: Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben (Alexander von Humboldt). Oder auch dieses Zitat passt hier sehr gut: Reisen bedeutet herauszufinden, dass alle Unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken. (Aldous Huxley)

Ich bewundere Menschen, die keine Ängste oder Vorurteile haben oder sie verbergen können. Ich bewundere Menschen, die Brücken bauen, statt sie einzureißen. Ich bin sehr dankbar, dass ich einigen Menschen begegnet bin, die tagtäglich daran arbeiten. Hierzu zähle ich meine Freunde Mulo Francel (Quadro Nuevo), Basem Darwisch (Cairo Steps) und Jan Pascal & Alexander Kilian (Café del Mundo). Vielen Dank für Eure unermüdliche Liebe zum Weltfrieden und für´s Brückenbauen! Ich habe Euch sehr viel zu verdanken!

Mulo Francel (Quadro Nuevo) – Freund und Brückenbauer
Jan Pascal und Alexander Kilian – Freunde und Brückenbauer
Basem Darwisch – Freund und Brückenbauer zwischen Orient und Okzident

Zum Schluss noch einen herzlichen Dank an Thorsten Riehle und Sascha Krebs mit allen Mutmachern vom Capitol Mannheim, dem schönsten Veranstaltungshaus Mannheims und mein 2. Wohnzimmer, welches ich aus bekannten Gründen leider schon lange nicht mehr besuchen konnte. Trotz Corona-Krise wird jedoch täglich an neuen Ideen und Konzepten gearbeitet, um die Kultur irgendwie am Leben zu erhalten. Wir hoffen mit unserer Aktion einem kleinen Beitrag zum Erhalt der Kultur geleistet zu haben.

Unser zweites Wohnzimmer Capitol Mannheim / Mutmacher und kreative Köpfe

Kontostand Strampeln für die Kultur:
Sagenhafte 1.915 € – Vielen Dank für Eure tolle Unterstützung!

Wer gerne dabei helfen möchte eine runde Summe daraus zu machen, hat noch ein paar Tage Zeit, bis ich den kompletten Betrag auf das Konto der Bürgerstiftung Mannheim überweise. Hier geht´s zu den Spendenkonten.

JEDENFALLS VIELEN DANK FÜR`S VIRTUELLE DABEI SEIN UND FÜR EUREN SUPPORT!!!



#strampelnfürdiekultur #kulturerhalten #supportyourlocalartist #paneurope #elberadweg


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3 Antworten

  1. Unsere größte Fahrradtour war 1989, In dem Jahr als im Osten die Grenze geöffnet wurden – es gab noch keine Handy‘s / wir sind in Passau gestartet, d.h. mit dem Auto und Dachständer dorthin gefahren auf einen Campingplatz, das Auto blieb dort stehen und wir sind am nächsten Morgen entlang der Donau gestartet- an einem Feiertag im Mai ! Bevor wir in an der Schlögener Schlinge mit einer kleinen Fähre übersetzen konnten, war ein Bauernhof, wo es was zum Essen gab und wir unser Zelt aufschlagen durften- und um 18.00 gab es eine Andacht mit Pfarrer in geselliger Runde ! Am nächsten Morgen gab es Frühstück und wir wurden mit dem Kahn auf die andere Donauseite gebracht- weiter bis Kloster Melk auf einen
    Campingplatz, Zwentendorf bis Wien zum Hauptbahnhof, dort stellten wir unsere Fahrräder ein und fuhren mit dem Zug zurück nach Passau, das Auto nachholen – was wir nämlich heute nicht mehr machen würden dank Internet: die gebuchte Übernachtung w/ Abstellmöglichkeit fürs Auto war ganz oben im WienerWald Wir hatten für CATS eine Vorstellung gebucht ! Dann Auto stehen lassen und mit den Fahrrädern den Berg hinunter und an der Donau entlang mit Abstecher zum Neusiedler See,
    Und wir wollten über die Grenze nach Ungarn – an dem kleinen Übergang im Wald ließ man uns nicht also über den riesigen Grenzübergang, an dem wir uns irgendwie ziemlich klein vorkamen
    Dann in Esztergom auf dem Campingplatz, am nächsten Tag weiter bis ? ungeteerte Straßen mit riesigen Löchern – in einer Privatpension, wo die Monteure übers Wochenende nicht da waren, konnten wir übernachten, Schweinestallgeruch , gefrühstückt in einer Bar mit ungarischer Salami und Kaffee danach bei der Überfahrt der Donau mit der Fähre an einem Holzhaus frisch gefangenen Fisch gegessen – und dann auf Campingplatz in Budapest/ nicht weit von der Bahn entfernt !
    Budapest besichtigt und wir wollten mit dem Tragflächenboot zurück nach Wien/das österreichische Boot wäre eigentlich an diesem Tag gefahren, war aber defekt, daher mußten wir mit dem ungarischen Boot fahren (weil bereits gebucht!) und die Besatzung war sehr unfreundlich- Radfahrer mit Militärfahrzeuge einen Packtaschen Und zum Essen ? war zwar große Auswahl auf der Speisekarte, aber es war ALLES aus Nur belegtes Brötchen gab es noch ok in Wien sind wir dann ausgestiegen, haben Fahrräder sicher abgestellt und mit dem Taxi hoch auf den Berg um unser Auto zu holen, danach die Fahrräder aufladen und mit dem Auto nach Hause War eine schöne Tour, teilweise ohne Fahrradwege Ok, wir haben es überstanden – ist heute bestimmt einfacher ? Aber damals waren wir auch noch jünger, denke, so in Euerem Alter ! Weiter so ❤️

  2. Jullie grote “vakantiereis” is ten einde, wat hebben we mee kunnen genieten van alle verhalen en foto’s. Maar jullie reizen verder dus nu verheugen we ons alweer op jullie volgende vakantie lieve schatten. We zijn blij dat jullie weer gezond thuis gekomen zijn. Na de vakantie is, voor de vakantie dus….we kijken er naar uit.

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