2022 Toledo / Spanien

2022 Spanien: Úbeda – Madrid – Toledo

Der ursprüngliche Grund dieser Reise ist die Einladung zur Hochzeit meines Neffen, der in Úbeda / Andalusien seine spanische Frau heiratet. Diese Gelegenheit nehmen wir auch zum Anlass, Úbeda – Madrid und Toledo zu erkunden. Alle drei Städte stehen auf der Liste der UNESCO und das völlig zu Recht. Als Fotograf kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Die Anreise nach Spanien

Údeba

Úbeda gehört mit ihrer Nachbarstadt Baeza zu den sehenswerten kleinen Städten im Nordosten von Andalusien. Zu Recht gilt das Städtchen als ein Freilichtmuseum der Renaissance, welche hier im 16. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte.

Nach Plänen und Vorbildern aus Italien und Frankreich wurden in der Landstadt beeindruckende Paläste und Herrenhäuser erbaut. Seit 2003 zählt die historische Altstadt von Úbeda zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die 35.000 Einwohner zählende Stadt liegt auf 750 Meter Höhe in einer Region, die vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägt ist. Der Anbau von Oliven und die Gewinnung von Olivenöl stehen dabei im Mittelpunkt. Die Comarca (Kreis) La Loma, dessen Kreisstadt Úbeda ist, zählt zu den größten Anbauregionen für Olivenöl weltweit.

Die Stadt befindet sich auf einem Hügel. Auf dem Berg liegt die Neustadt mit der Calle Obispo Cobos, die sich vom Veranstaltungszentrum Hospital de Santiago (16. Jh.) über die Calle Mesones bis zur zentralen Plaza de Andalucía mit der Tourist-Information erstreckt.

Madrid, die Stadt die niemals schläft

Madrid zeigt sich als lebendige Metropole, in der bis in den frühen Morgen hinein etwas los ist. Herausragende Museen, gute Gastronomie, Lebendigkeit und Sehenswürdigkeiten machen die spanische Hauptstadt zu einem der spannendsten Städtereiseziele in Spanien. Seit 2021 zählen die Prachtstraße Paseo del Prado und der Stadtpark Parque del Retiro zum UNESCO-Welterbe.

Madrid in schwarz-weiß

Kaum eine andere Stadt präsentiert die spanische Lebensweise so kompakt. Die Metropole Madrid vereinigt Wirtschaft und Handel, Kultur und Kunst mit den typischen Eigenarten der spanischen Lebensweise. Das Frühstück wird in der Bar eingenommen. Zu später Mittagsstunde folgt das gemeinsame Essen an der nächsten Ecke. Vor dem Weg nach Hause noch ein kurzes Treffen mit Bekannten und Freunden. Das Ausgehen am Abend erfolgt zu später Stunde und erreicht an den Wochenenden den Höhepunkt erst am frühen Morgen.

Madrid in Farbe

Madrid ist im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten erst relativ spät in diese Rolle geschlüpft. Der Habsburger Felipe II. (Philipp II.) verlegte im Jahre 1561 den königlichen Hof nach Madrid und schuf u. a. mit dem Plaza Mayor einen repräsentativen Platz für die neue Hauptstadt. Nach der Machtübernahme durch die Bourbonen initiierte der beliebte König Carlos III. den Ausbau und Modernisierung der Stadt und errichtete unter anderem den Königspalast.

In Spanien wird das Fronleichnamsfest, die Fiesta del Corpus Christi, begangen. Allerdings gehört der Tag schon seit 1989 nicht mehr zu den landesweit arbeitsfreien Feiertagen. Nur sechs Feiertage werden im ganzen Land einheitlich begangen, während die Festlegung der übrigen vorgeschriebenen Feiertage den autonomen Gemeinschaften überlassen bleibt (die auch innerhalb ihres Zuständigkeitsgebietes wiederum viele lokal abweichende Regelungen zulassen). Gegenwärtig gilt Fronleichnam in keiner der spanischen Autonomien als genereller gesetzlicher Feiertag, ist allerdings mancherorts als örtlicher oder regionaler Feiertag arbeitsfrei.

Nach Spanien kam das Fest im Laufe des 14. Jahrhunderts. Gerona und Barcelona waren wahrscheinlich die ersten Städte, die das Fest mit offenen Armen begrüßten. Danach erreichte es Valencia, Lerida, Sevilla und Toledo. Überall wird der Corpus Christi auf verschiedene Weisen gefeiert.

In Katalonien beispielsweise heisst der Tag “Festividad Corpus Christi”, in Barcelona auch „L’ou com Balla“, was soviel wie tanzendes Ei bedeutet. In herrlich mit Blumen geschmückten Brunnen in Barcelona legt man am Fronleichnamstag Eier auf die Fontänen und lässt sie dort tanzen. Ausserdem finden Prozessionen mit bunt gekleideten Riesenfiguren und Riesenköpfen statt, die zur Musik durch die Strassen der Stadt ziehen.

Die Prozessionen von Valencia sind bunt, farbenfroh und barock. Dazu gehören die verschiedensten Persönlichkeiten, Mitglieder von Zünften oder Bruderschaften (das Fronleichnamsfest ist mehr an Zünfte gebunden), Tanzgruppen, der Teufel, gute Geister, Zwerge, Riesen und Adler. In Valencia werden Mysterienspiele auf Holzkarossen aufgeführt.

Die Straßen in Andalusien wiederum werden festlich mit Ginster sowie Eukalyptuszweigen geschmückt und viele Menschen treffen sich an den öffentlichen Plätzen. Seitdem die Araber diesen Landstrich Südspaniens aufgeben mussten, wird dieser Tag üppig und farbenfroh gefeiert. In vielen Orten werden feierliche Prozessionen abgehalten, bei denen die wertvolle Monstranz mit viel Gesang, Musik und Gebet durch die Straßen getragen wird. Viele weitere Traditionen hängen von der jeweiligen Stadt bzw. dem jeweiligen Dorf ab. So werden gelegentlich Pflanzenteppiche geknüpft oder die Musik von andalusischen Dudelsäcken ist zu vernehmen.

Ausgerechnet das volle, lärmende Madrid nimmt für sich in Anspruch, die grünste Hauptstadt Europas zu sein. Und nicht nur das. Mit 300.000 Bäumen und 6400 Hektar Grünfläche liegt Madrid im weltweiten Ranking auf Platz zwei direkt hinter Tokio. „Unsere vielen Parks gehören zu unseren wichtigsten touristischen Attraktionen“, sagt die Madrider Bürgermeisterin Manuela Carmena, seit 2015 im Amt und stets bemüht darum, ihre Stadt, die sich im ewigen Wettstreit mit der Mittelmeermetropole Barcelona befindet, in ein gutes Licht zu setzen.

Toledo

Die Stadt der drei Kulturen. Christen, Moslems und Juden. Anhänger der drei Religionen haben Jahrhunderte lang in Toledo zusammen gelebt und ihre Spuren in einer der interessantesten und überraschendsten Städte Spaniens hinterlassen, in der man praktisch nebeneinander eine gotische Kathedrale, eine Moschee aus dem 10. Jh. und zwei Synagogen sehen kann.

Die Lage ist einzigartig. Trotzig besetzt die Altstadt den 100 Meter hohen Hügel, den der Fluss Tajo in einem engen Tal umfließt. Das historische Zentrum von Toledo zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Grundriss des historischen Zentrums folgt der maurischen Architektur mit verwinkelten und unübersichtlichen Gassen. Die Plaza de Zocodover bildet den zentralen Hauptplatz der Altstadt. Von hier aus ist es nicht weit zum Geschichtsmuseum Museo de Santa Cruz, einem ehemaligen Hospital in einem schönen Palast im Stil der Renaissance.

Nach 10 wundervollen und ausgefüllten Tagen in Spanien geht es leider wieder zurück nach Hause. Wir sind voller positiven Eindrücke. Spanien entwickelt sich immer mehr zu unseren europäischen Favoriten.

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