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18.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von San Donà di Piave nach Punta Sabbioni


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Die GPS-Aufzeichnung wurde leider einige Kilometer zu spät eingeschaltet. Daher fehlt das Stück von San Donà di Piave zum Punkt A.

Erkenntnis des Tages: 
Ziel erreicht


Im Hotel schläft es sich gut, auch wenn das Doppelbett mit 1,20 m Breite eher etwas für ganz frisch Verliebte ist. Am Morgen öffne ich die Duschkabine und plumps, da fällt mir das Glas der Schiebetür aus der oberen Halterung und knallt auf die Wanne. Es war aber vorher schonmal stümperhaft mit Silikon geklebt, das sieht der Fachmann auf Anhieb. Die Meldung an der Rezeption wird freundlich und dankend entgegen genommen. 😉

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17.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Volpago del Montello nach San Donà di Piave


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Erkenntnis des Tages: 
Jeden Tag eine neue Herausforderung


Wie Miriam gestern im Kommentar schon erahnt hat; die Nacht in der Pension war im Vergleich zur gestrigen Gewitternacht im Zelt wie Himmel auf Erden. Man schläft so gut und fest, dass man von alleine kaum aufwacht. Bevor wir losfahren, wird die umweltunverträgliche Kaffeekapselmaschine benutzt und ein halbes übrig gebliebenes Brötchen von gestern mit Nutella verzehrt. Ein saftiger Apfel ist auch noch übrig. Wissend um die Sünden, die wir der Umwelt mit den Kapseln antun, genießen wir den Kaffee irgendwie trotzdem.

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16.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Farra d´Alpago nach Volpago del Montello


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Routenaufzeichnung hat nicht komplett funktioniert. Laut Tacho 68 km.

Erkenntnis des Tages: 
Donner ist gut und eindrucksvoll, aber die Arbeit leistet der Blitz.


Das Unwetter in der Nacht hatte es wirklich in sich. Es kracht teilweise über mehrere Sekunden und der anschließende Donnerschlag vibriert in der Magengrube. Das Grollen reflektiert sich in den Bergen sehr beängstigend. Todesangst wäre vielleicht etwas übertrieben, aber zwischendurch denke ich öfter an den Satz: „Die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden ist größer als ein Lottogewinn!“
Glücklicherweise habe ich noch nie im Lotto gewonnen (da ich kein Lotto spiele). So beruhige ich mich selbst, dass auch ein Blitzeinschlag in unser Zelt mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu Null sein wird.

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15.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Cortina d´Ampezzo nach Farra d´Alpago


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Erkenntnis des Tages: 
Vermeintlich nur 1400 Hm bergab & Potz, Blitz und Donnerschlag


Es ist wieder einmal sehr ruhig auf dem Campingplatz. Das kommt uns sehr zu Gute, denn heute haben wir eine größere Etappe geplant, weil es vorher keinen Campingplatz gibt. Gut ausgeschlafen ist halb gewonnen.

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14.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Toblach nach Cortina d´Ampezzo


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Erkenntnis des Tages: 

Höchster Punkt unserer Radreise erreicht: Passo Cimabanche / Gemärkpass (1530 m). Traumhaft schön: Die Dolomiten sind eine einzigartige und faszinierende Bergwelt wie im Bilderbuch.

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12.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Bruneck nach Toblach


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Erkenntnis des Tages: 
Fuß der Dolomiten erreicht


Die Nacht auf unserem wilden Campingplatz ist traumhaft schön und sehr ruhig. Entweder haben wir in unserem Tiefschlaf die Züge einfach überhört, oder es fahren nachts keine. Ich tippe eher auf Letzteres, denn sicherlich würde man das Hupen der Züge vor dem Tunnel auch im Stadium des tiefsten Schlafes wahrnehmen. Jedenfalls war Erholung unterm sternenklaren Himmel grandios. Zumindest erkenne ich auf Anhieb den großen und kleinen Waagen. Die Sternbilder, die wahrscheinlich jeder ohne App erkennen wird. Vielleicht sollten wir zukünftig öfter mal wild zelten. Keine schnarchenden oder sprechenden Menschen um uns herum. Keine laute Musik. Eric war bereits um 20 Uhr eingeschlafen. Sabine eine halbe Stunde später und ich durfte unsere Erlebnisse noch im Blog festhalten und die Fotos bearbeiten und in den Blog einfügen. Ich bin froh, dass ich meinen MacBook Pro mit über die Alpen schleppe. Erstens bekommt ihr dann schönere, bearbeitete Fotos zu sehen, denn direkt aus der Kamera sehen sie doch deutlich uncharmanter aus. Und zweitens tippt es sich auf einer Tastatur doch deutlich schneller und einfacher, als über ein Mobiltelefon. Des Weiteren hilft der große Monitor sehr bei der Gestaltung der Seite und beim Updaten der Links (vorige, nächste Etappe und in der Etappenübersicht).

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11.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Gasteig nach Bruneck


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Erkenntnis des Tages: 
Rien ne va plus und kein Campingplatz.


Gestern war ein harter Arbeitstag. Normalerweise sollte die Müdigkeit groß genug sein um mindestens 12h zu schlafen. Aber Pustekuchen. Um 6 Uhr bin ich hellwach. Weil ich meine Partner nicht wecken möchte, wasche ich vor lauter Langeweile händisch meine Klamotten, wende mich schließlich der eigenen Körperpflege zu und vertreibe mir die Zeit, indem ich im Bikeline-Buch schmökere wie s auf unserer Route weiter geht. Nach einer halben Stunde krabbeln die Beiden dann aber auch aus dem Zelt.

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10.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Hall nach Gasteig


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Erkenntnis des Tages: 
Brenner überquert. Bisherige Königsetappe.


In der Nacht lief in weiter Ferne laute Musik. Meine beiden Mitradler hatten glücklicherweise kein Problem damit. Ich lag bis 2 Uhr morgens wach. Für heute haben wir den Wecker um 6 Uhr gestellt, denn wir wollen erstens der Hitze entkommen und wir haben den schwierigsten Abschnitt vor uns: Die Überquerung des Brenners.

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09.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Achensee Camping Schwarzenau nach Hall


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Erkenntnis des Tages: 
Fahre in die Welt hinaus. Sie ist fantastischer als jeder Traum. – Ray Bradbury


Die Nacht ist ruhig, wenn man von unseren beiden Schnarchnasen zur Rechten und Linken mal absieht. Um 6 Uhr sind unsere Nachbarn zur rechten schon hellwach und tun so, als wären sie ganz alleine auf dem Campingplatz. Sie reden laut miteinander, während 9/10 der Camper noch schlafen. Ich rufe: „Wir möchten bitte noch eine Stunde schlafen!“. Es ertönt „Entschuldigung!“ und dann sind sie auch wieder leise. Allerdings wird es mit der Stunde schlafen dann leider doch nix mehr. Also raus aus der Luftmatratze und ab zur Dusche, die ein ganzes Stückweit vom Zelt entfernt ist.

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08.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Lenggries nach Achensee Camping Schwarzenau


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Erkenntnis des Tages: 
Wir seine Hilfe anbietet, wird es nicht bereuen


Das Bauerhaus ist einmalig. Die Gastgeber ist unglaublich bemüht um ihre Gäste. Wir fühlen uns sehr wohl hier. Gut ausgeschlafen geht´s in den Gästeraum. Das Frühstück ist ein Büffet mit allem was der Radlerherz begehrt. Insbesondere Obst, Müsli und Kaffee sind wichtige Bestandteile. Ein 3-Bett-Zimmer für 90 € inkl. Frühstück in einem so beliebten Ort wie Lenggries ist auch wirklich ein Schnäppchen. Ein Top Preis-Leistungsverhältnis. Bestimmt kommen wir hierher nochmal zurück.

Aber nun geht es für uns erstmal weiter gen Süden. Schon hier gibt es wundervolle Motive am Wegesrand.

Der Sylvenstausee ist unser nächstes Zwischenziel an dem wir uns orientieren.

Danach gibt es zwei Varianten. Die Variante 1 ist entlang einer befahrenen Bundesstraße und auch nur 4km lang. Die Variante 2 ist ein Umweg, ist mindestens doppelt so lange und hat es bezüglich Anstiege absolut in sich. Es verspricht aber schöne Ausblicke und eine Strecke ohne motorisierten Verkehr (abgesehen von E-Bike-Fahrer). Viele steile Rampen, die uns an die Grenzen des Möglichen bringen. Hier merkt man, dass man nicht mit einem Carbon-Rad unterwegs ist, sondern ein Rad mit schwerbepackter Last. Sabine lässt die Unterstützung für sich arbeiten, während ich mich im kleinsten Gang des Pinion-Getriebes die steilen Rampen hinauf quäle. Für Eric ist die Untersetzung der Schaltung teilweise nicht klein genug und muss einige Passagen sogar schieben. Belohnt werden wir mit wunderbaren Landschaftsbildern und tollen Ausblicken.

Wir keuchen gerade eine steile Passage hinauf und eine fröhliche 60-jährige Frau überholt uns mit ihrem Mountain-E-Bike und fragt uns wo es hin geht. Wir antworten nach Venedig. Die Verwunderung war ihr deutlich anzumerken. Kurze Zeit später sehen wir die selbe Frau ihr Mountain-E-Bike schieben. Ich sehe, dass der vordere Reifen platt ist. Wir halten an und bieten unsere Hilfe an. Wir haben zwar keinen Ersatzschlauch in der Größe, aber dafür Flickzeug. Die Frau stellt sich mit Rosi vor und ist überglücklich, dass wir ihr helfen. Während wir den Reifen flicken, unterhalten wir uns über unser Vorhaben und davon, dass wir am Achensee campen wollen. Der Zufall will es, und sie sind auch gerade dort in Urlaub. Als Dank für unsere Schützenhilfe möchte Sie uns unbedingt auf einen Kaffee und einen selbst gemachten Marillen-Kuchen einladen, oder ein Bier, oder Wein, oder einfach alles. Rosi war ganz außer sich und lebendig wie ein Duracell-Hase. Überschwängliche und wahre Freude. Eine wahrhaftig tolle Begegnung.

Pannendienst für Rosi

Das Loch im Schlauch war nicht ganz einfach zu finden. Im Laufe der Zeit kommen immer mehr Wanderer dazu. Rosi erzählte ihnen alles über uns. Das wir extra aus Mannheim kommen um ihr den Reifen zu flicken. 🙂 Ruckzuck waren wieder viele Leute um uns herum, die es nicht glauben wollen was wir tun.

Für uns ist das mittlerweile normal, dass wir für verrückt erklärt werden. Es ist offenbar doch ein Unterschied für unsere Mitmenschen, ob man mit einem leichten Rennrad, oder mit schwerem Gepäck über die Alpen fährt. Ist es vielleicht auch.

Ich weiß nicht, wie oft wir unsere Geschichte schon erzählt haben, aber es sorgt komischerweise immer wieder für großen Respekt und Bewunderung.

Nach einer Rast an einem einsamen Bachbett erreichen wir auch schon die österreichischen Grenze.

Grenze zu Österreich

Das was auf der Karte wie ein kleiner Peak aussieht ist jedoch nochmal eine elendige Kletterpartie. Von diesen Abschnitten gibt es leider keine Fotos, denn ein Aufsteigen auf das Rad ist bei den steilen Stücken kaum mehr möglich. Wenn man mal in Schwung ist, sollte man es auch bleiben, denn schieben macht mit dem schweren Gepäck auch nicht sonderlich viel Spaß. Leider hat sich das Handy unbemerkt für große Strecke abgeschaltet, sodass die Routenauszeichnung das erste mal nicht geklappt hat. Schade eigentlich, denn ich hätte schon gerne gewusst wieviele Höhenmeter wir heute geklommen sind.

Nach dem letzten Peak kommen wir nach Achenkirch, wo wir Proviant für den Abend einkaufen. Auf dem Weg dorthin gibt es aber noch viele tolle Fotomotive.

Weiter geht die Fahrt am Achensee entlang, wo es dann wieder gemächlich zugeht. Der Campingplatz ist ungefähr auf der Hälfte der Seestrecke. Auch der Ausblick ist ein absoluter Traum.

Als wir am Campingplatz ankommen wird uns an der Rezeption mitgeteilt, dass er völlig ausgebucht wäre. Glücklicherweise sehen wir aber alle drei ziemlich mitgenommen aus. Das bemerkt wohl auch die Dame an der Rezeption. Nach reichlicher Überlegung bemüht sich die Dame noch hinaus ins Freie um ein Plätzchen für uns zu finden. Und: Tataaaaaa … WIR HABEN EINEN PLATZ!

Wir treffen auch tatsächlich Rosi wieder. Wir dürfen unsere Akkus und Geräte in ihrem gemieteten Wohnwagen aufladen und sie bringt mir eine Flasche Bier und für uns je ein Stück herrlichen Marillenkuchen und plaudern mit Rosi und Ihrem Mann Toni noch eine ganze Weile am Ufer des Sees auf einer Bank. Später erzählt Rosi, dass sie in ihrer Werkzeugtasche unter dem Sattel einen Reserveschlauch hatte. Da sie aber das Rad ihres Mannes Toni ausgeliehen hatte, wusste sie das nicht. Egal, der Flicken hält ja auch. Und auf diese Weise wurde es ein lustige Angelegenheit mit vielen Zuschauern. Daneben sitzen noch Alexander und Jule im Gras, die auch sehr interessiert an unserm Vorhaben sind. Sie machen hier Urlaub im Wohnwagen und bieten mir an, ihr Stand-Up-Paddeling-Board auszuprobieren. Aber es ist doch um einiges schwerer als ich mir vorgestellt habe. Zum Stand-Up ist es bei mir in der kurzen Zeit leider nicht gereicht, aber eine schöne Erfahrung ist es schon auf dem See zu paddeln.

Mehr Sit-Up als Stand-Up-Paddeling-Versuch. Foto: Alexander

Vielen Dank an Euch – Rosi, Toni, Alexander und Jule. Wir wünschen Euch weiterhin noch einen wunderschönen Urlaub!

So geht wieder ein wundervoller, erlebnisreicher Tag zu Ende!

Achensee Camping Schwarzenau


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