Camino Primitivo

15.06.2019 Camino Primitivo: Von As Seixas nach Melide


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Erkenntnis des Tages: 
Dumm gelaufen (wörtlich genommen)


Gestern Abend beim Abendessen in der nahegelegenen Bar war es dann noch sehr angenehm. Ich war nämlich der Hahn im Korb und umringt von vier hübschen Frauen am runden Tisch. Das hat man nicht alle Tage. Zu meiner Linken saß eine quirlige Koreanerin, zur Rechten ein junge Frau aus Tschechien und mir gegenüber eine flotte Italienerin und daneben meine Geliebte aus Deutschland. Der Vorteil für mich war, dass ich mich berieseln lassen konnte, denn ich kam kaum zu Wort und hatte dabei stets einen schönen Anblick. Am Nebentisch sitzt ein gut erhaltener Rentner aus Franken, der bereits seit 2 Jahren unterwegs ist und keinen festen Wohnsitz mehr hat. Er läuft die Jakobswege kreuz und quer, rauf und runter. Er kennt auch die Jakobswege, die sonst kein Mensch läuft. Mit einem Segelschiff ist er über den Atlantik quasi per Anhalter mitgefahren und hat dort den berühmt berüchtigten Appalachian Trail in 4 Monaten gelaufen. Ein zäher Hund, das sieht man ihm schon an.

Um 6:30 Uhr raschelt uns die flotte Italienerin von gestern aus dem Bett.

Morgenstund hat Gold im Mund

Wir waren nur zu dritt im 6-Bettzimmer. Das Frühstück besteht heute aus einem Automaten-Instant-Kaffee und einem Stück trockenen, galicischen Kuchen, den wir uns noch beim Abendessen haben einpacken lassen.

Auf wenig befahrenen Straßen und einigen Wegen geht es im Nebel weiter leicht bergig durch abgelegene galicische Dörfer bis zu einer Anhöhe kurz hinter Hospital das Seixas.

Nach 9 Kilometern kommt erst die nächste Versorgungsstelle, wo wir die Koreanerin und die Tschechin wieder treffen. In der Bar holen wir das magere Frühstück von heute Morgen nach. Wir buchen dort ein Zimmer für Pontevedra, wo das Konzert von Lila Downs statt findet. Während des Buchens stellen wir mit Erstaunen fest, dass wir an diesem Ort schonmal übernachtet haben. Nämlich 2017, als wir den Camino Portugués gelaufen sind. Es reift die Idee heran, den Weg bis dorthin weiterzulaufen. Jetzt haben wir aber dummerweise aus Unwissenheit schon ein bisschen Zeit verbummelt und absichtlich kleinere Etappen gelaufen, weil der ursprüngliche Plan war, mit einem Mietauto von Santiago nach Pontevedra zu fahren. Jetzt müssten wir teilweise sehr lange Etappen laufen, um es rechtzeitig zu schaffen. Mal sehen, wie es uns in den nächsten Tagen geht und wie wir uns entscheiden.

Die letzten 7 km wandern wir zügig bergab und auf dem letzten Stück schnurgerade über Asphalt nach Melide.

Ab hier geht der Pilgerrummel richtig los. Vorbei ist die Zeit, wo wir fast alleine unterwegs sind. Hier werden die Pilger vermutlich wie an einer Perlenkette aufgereiht laufen.

Melide: Praza do Convento

In Melide finden wir sogar eine Albergue mit einem Zweibettzimmer. Der Knaller ist hier die Toilette, bei der man automatisch zum Sitzpinkler wird. Eine geniale Erfindung des Architekten! 😅

Toilette mit Sitzpinkelzwang


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14.06.2019 Camino Primitivo: Von San Román nach As Seixas


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Erkenntnis des Tages: 
Irgendwo im Nirgendwo (Song von Stephan Ullmann)


Heute Nacht hatte ich einen ganz klaren Traum. In diesem Traum wurden wir gefragt, ob wir zu Fuß zur nächsten Herberge laufen wollen, oder lieber mit einer Sänfte getragen werden wollen. Wir entschieden uns gemeinsam für die Sänfte. 😄 Kurze Zeit später kam ein Jaguar Cabriolet vorbei gefahren und hielt an. Es saß ein äußerst adrett gekleidetes Pärchen vorne im offenen Cabrio. Hinten im Wagen war der Rand mit Leder ausgekleidet, allerdings hing das Leder in Fetzen herunter. In der Mitte befand sich ein tolles flauschigen Bett, allerdings war alles total verstaubt. Das Pärchen fragte uns, ob wir nicht lieber mit Ihnen fahren wollten, statt in der Sänfte getragen zu werden. Wir nahmen dankend an und legten uns unter die verstaubte Bettdecke. Der Jaguar fuhr los und kurze Zeit später schwamm der Cabrio auf dem offenen Meer. Die Wellen wurden immer höher. Mit der ersten Welle ins Cabrio bin ich aufgewacht.

So, liebe Leser, Traumdeuter oder diejenigen, die es werden wollen. Schreibt mir Eure Ideen und Vorschläge gerne in den Kommentar. 👻

Das Frühstück ist heute im Preis inbegriffen. Das ist längst nicht immer so. Eher eine Seltenheit. Der junge Herbergsvater macht sich einen schlanken Fuss und lässt die Pilger ihr Frühstück selbst zubereiten. Wir sitzen am Tisch mit zwei Spanierinnen und unterhalten uns auch über das Wetter. Sie bestätigen unsere Vermutung: Die Temperaturen sind für diese Jahreszeit sehr kalt. Gestern Abend haben wir mit Fleece am Abendessen gesessen und haben noch gefroren. Aber zum Wandern ist das eigentlich genau richtig.

Albergue in San Román

Als wir los laufen, ist es sehr nebelig. Wir kommen noch etwas höher auf den Berg und im Tal sieht man die Nebelschwaden liegen. Man könnte fast meinen, man sei im Schwarzwald.

Wenig später kann man förmlich zuschauen, wie der Nebel durch die Sonne aufgefressen wird.
Auf dem Weg sind heute hauptsächlich ein paar Spanier unterwegs, aber man kann sie immer noch an einer Hand abzählen. Sonst sind wir wieder ziemlich alleine auf dieser gottverlassenen Strecke. Wir sehen in der Ferne eine Bar.

Bar im Nirgendwo

Stephan Ullmann würde jetzt singen „Irgendwo im nirgendwo“. Das wundervolle Lied hat natürlich ursprünglich eine ganz andere, tiefsinnigere Bedeutung und ich hoffe dass es in Ordnung ist, wenn ich nur den Refrain auf diese Weise verwende. Jedenfalls hat sich dieser Ohrwurm sich tief in meine Hirnrinde hineingegraben.

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Irgendwo im Nirgendwo

Apropos Irgendwo im Nirgendwo: Es ist erstaunlich, dass man hier in den verlassensten Gegenden durchgängig ein 4G Netz hat. Ich frage mich, warum man das in Good-Old-Germany nicht schafft und im Odenwald oder Schwarzwald nur GPRS Empfang hat, wenn überhaupt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Deutschland technologisch ziemlich weit hinten angekommen ist.

Heute ist die Strecke wieder schöner als gestern. Es ist zwar auch recht viel Straße dabei, aber es wechselt sich wenigstens schön mit grün gesäumten Pfaden, Waldstücken oder alten Dörfchen ab.

Auf halber Strecke gibt es wieder eine kleine Bar, wo wir uns mit einem Bocadillos con Queso (Baguette mit Käse) und einem Café con leche verköstigen. Ein paar Kilometer weiter kommen wir dann zum nächsten Irgendwo im Nirgendwo, Es heißt auch noch so. Nämlich Neverland. Dort lebt ein Künstler mit seiner Lebensgefährtin, verköstigt Pilger, plaudert, verkauft selbstgemachte Lederwaren und ist der Einzige auf dem Weg, dessen Pilgerstempel individuell und handgemalt in die Credential gemalt werden. Sehr originell, wie wir finden.

Da wir noch genügend Zeit haben, verweilen wir lieber hier auf dem ruhigen Camino Primitivo. Ab morgen kommen wir dann in den Trubel des Camino Frances. In Melide führen sie zusammen.

Feldarbeit wie in alten Zeiten

Wir finden eine wunderschöne Albergue Irgendwo im Nirgendwo. Da wir schon um 13 Uhr hier sind, nutzen wir heute die Waschmaschine, um unseren Sachen einen frischen Duft zu verleihen. Wir sind übrigens die ersten Pilger und haben noch die Herberge ganz für uns alleine.

Albergue in As Seixas

Gegen Abend laufen wir 125 Meter nach unten zur Bar, wo es das Pilgermenü zu einem etwas gehobenen Preis gibt.



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13.06.2019 Camino Primitivo: Von Lugo nach San Román


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Leider hat die Routenaufzeichnung heute nicht geklappt. Laut Reiseführer sind es von Lago nach San Román 19,6 km. Dazu kommen noch der Weg auf der Stadtmauer und ein kleiner Umweg zu einer Bar. Geschätzte Entfernung heute 22 km.


Erkenntnis des Tages: 
Straße, Asphalt, Bitumen und Teer. Nichts lieben wir mehr.


Vorwort: Wenn der heutige Reisebericht etwas komisch aussieht, dann könnte es eventuell daran liegen, dass ich ihn mit einem etwas erhöhten Alkoholspiegel verfasst habe. Ich bitte deshalb 1000 Mal um Verzeihung!

Wir frühstücken in der nahegelegenen Cafébar gegenüber des massiven Tors, das die Stadtmauer durchbricht. Da wir einen kleinen Stadtrundgang bereits gestern gemacht haben, umrunden wir einen Teil der gigantischen historischen Mauer, auf der ein breiter Pfad angelegt ist, beginnend am Aufgang der Puerta de San Pedro. Von hier oben hat man gute Ausblicke auf die Stadt. Linkerhand die Altstadt, rechts der Mauer die neueren Häuser.

Lugo erinnert stellenweise etwas an Havanna. Überall findet man alte, verlassene und baufällige Substanzen. An der Puerta de Santiago verlassen wir die Mauer wieder und besuchen die Kathedrale von Lugo.

In der Kathedrale werde ich freundlich lächelnd von einem Mann empfangen und er zeigte mit seinem Zeigefinger auf das heilige Sakrament. Nein, nicht mein heiliges Sakrament, sondern das in der Kathedrale. Ich schaute ihn fraglos an und er zeigte anschließend auf meine Kopfbedeckung (Buff), das ich vergaß abzunehmen. Bei dieser Gelegenheit dachte ich an andere Religionen, wo man ohne Kopfbedeckung nicht in die Kirche kommt. Da fängt die Uneinigkeit schon an. Ich habe im Religions- und Konfirmandenunterricht wohl zu tief geschlafen. Warum nimmt man eigentlich in einer christlichen Kirche die Kopfbedeckung ab? Kennt jemand den Grund? Dann bitte gerne in den Kommentar!

Durch das Tor Puerta Santiago geht es stark bergab zur Stadt hinaus.

Puerta Santiago

Zum Aufwachen geht es aber anschließend wieder bergauf.
Rückwärts blickend sieht die Neustadt aus wie eine Trabantenstadt. Im Kern ist es aber eine Perle.

Unterwegs füttern wir noch eine ausgehungerte Katze, die uns maunzend hinterher läuft, mit den Essensresten von gestern.

Es dauert nicht lange und uns begegnet die Holländerin Adriane, deren Camino-Zeit heute leider abgelaufen ist. Sie hat einen 10 km Spaziergang gemacht und muss morgen leider wieder zurück nach Holland und heute noch einen Tag in Lugo verweilen, weil nur von hier aus Busse fahren.

Heute laufen wir die meiste Zeit nur auf Asphalt. Das Klappern der Wanderstöcke auf dem harten Belag dauert stundenlang an. Irgendwann kommt mir dabei dieses urkomische Lied von Helge Schneider in den Sinn und kann nicht mehr aus meinem Kopf entweichen. Wenn Sabine müde ist, verfällt sie bei lustigen Dingen gerne in einen Lachkrampf. Als ich dann Kla…kla…kla…kla…kla….kla… Klapperstrauß sage ist es geschehen. Wir müssen aber diesmal beide vor Lachen stehenbleiben.

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Der Entscheidende Part kommt ab 2:10 … Aber vorher ist auch schon der Brüller

Der Weg auf dem Beton will heute kein Ende nehmen. Vor lauter Verzweiflung beginnt Sabine hinter mir an, die kleine Nachtmusik von Mozart zu trällern und ich stimme mit ein.
Nach 15 km Teer, endlich die große Hoffnung: Es kommt ein Abzweig in einen Waldweg. Dieser ist zwar wunderschön, aber leider nur ca. 1 km lang. Dann geht es wieder auf den Asphalt. Gleich rechts um die Ecke geht es noch mal in den Wald hinein jedoch auch wieder nur für ein paar hundert Meter. Einerseits sind wir froh, die großen Anstiege und Berg-Etappen geschafft zu haben, andererseits vermissen wir die wunderschönen Aussichten.

Wir machen noch mal eine Pause und schauen in den Himmel. Wir versuchen in den Wolken Figuren zu erkennen und Sabine findet mich: Ein kleines Schweinchen mit kurzen Beinen. 😄

Kurz vor dem Ziel kommen wir an einen Friedhof mit Kapelle. Ein toller Ort der Stille. Hier fühlt man sich als Toter bestimmt sehr wohl.

Toller Ort der Stille

Wir bleiben hier eine ganze Weile stehen, schauen übers Mäuerchen und wissen nicht warum es uns hier so gut gefällt. Ist es vielleicht die Symmetrie? Liegt es daran dass die Gräber jetzt nebeneinander statt übereinander geordnet sind? Vielleicht weil wir von etwas erhöht hinabschauen? Oder sind wir einfach nur müde und wollen nicht weiter laufen?

Wir raffen uns noch ein letztes Mal auf und nehmen die letzten paar 100 Meter der Etappe in Angriff.

Am Abend gibt es in der Albergue wieder ein fantastisches Pilgermenü zu 10 € mit einer fantastischen Flasche Rotwein, die ich heute ganz alleine leertrinken darf. 😍 Proooost!

Man … geht’s uns heute wieder gut!

P.S. Wir wurden gefragt wie es unseren Füßen und Wanderschuhen geht.

Antwort: Den Füßen geht es prächtig. Sabine’s rechter Wanderschuh hält. Die Sohle des linken Schuhs löste sich wieder ab, wurde aber mittels Sicherheitsnadel-und-Gaffer-Tape-Spezialkonstruktion wieder in Ordnung gebracht. Siehe Fotos weiter unten.



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12.06.2019 Camino Primitivo: Von Castroverde nach Lugo


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Erkenntnis des Tages: 
Ab jetzt: Restkilometer 2-stellig


Der gestrige Abend war dann noch eine Überraschung, die man im Reisebericht erwähnen sollte. In der Bar mit der abgeschlossener Pension Cortes bediente uns eine Frau, die uns die Auswahl des Pilgermenü in deutscher Sprache aufsagte. Die holländische Pilgerin sprach davon, dass sie mit ihr holländisch gesprochen hätte. Ich lobte sie für ihr Sprachtalent und kam mit ihr ins Gespräch. So nach und nach ließ sie dann erblicken, dass das längst nicht alles ist. Sie spricht, englisch, französisch, italienisch, spanisch, deutsch, niederländisch, portugiesisch, galego oder galicisch, weiterhin studiert sie jetzt arabisch. Vermutlich hat sie noch ein paar andere Sprachen unterschlagen, sie war nämlich eher eine bescheidene und zurückhaltende Person. Sie sagt wenn man mal 3-4 Sprachen spricht, lernt man die anderen Sprachen sehr viel schneller. Ich spreche zwar auch 3 Sprachen, aber weit davon entfernt zu behaupten, dass ich jetzt schnell eine 4. Sprache lernen könnte. Eine unscheinbare aber interessante Erscheinung, die es aber ziemlich faustdick hinter den Ohren hat. Gerne hätte ich mehr über sie erfahren. Warum arbeitet eine so talentierte Person in einer einfachen Bar/Pension und nicht im Goethe-Institut? Fragen, die wohl für immer unbeantwortet bleiben.

Nach dem Frühstück steigen wir in unsere Wanderschuhe und suchen noch etwas Proviant für unterwegs. Laut Reiseführer gibt es auf der 25 km langen Strecke offenbar nur zwei Automaten. Die anstrengenden Berg-Etappen haben wir inzwischen hinter uns gelassen. Es kommen zwar noch kleine Anstiege, aber nicht zu vergleichen mit denen der letzten Tage. Einen Teil der Strecke laufen wir heute auch an der wenig befahrenen Landstraße entlang. Es gibt einige Waldabschnitte, die unterschiedlicher kaum sein können. So wechseln sich Pinienwald und Eukalyptuswald mit Zauberwald und totem Wald ab.

Zu unsere Freude kommt dann nach ca. 6 km doch noch eine Herberge mit Einkehrmöglichkeit. Sie steht nicht in unserem Outdoor-Buch verzeichnet. Kann sie auch nicht, denn sie wurde erst im Oktober letzten Jahres eröffnet, erzählt uns der junge aufgeschlossene und redseelige Mann hinter dem Tresen.

Herberge und Einkehr in Vilar

Er erzählt uns alles über die Herberge und deren Entstehungsgeschichte, dass der leckere Galicische Kuchen von seiner Tante selbst gebacken wurde, dass der Vater eine Metzgerei hat und dass er jedes Jahr in ein Ferien-Camp gegangen ist, wo auch Auswanderer aus Argentinien, Uruguay und Mexiko waren, deren Vorfahren früher in Galicien gewohnt haben. Jetzt sei er mit seinen 18 Jahren zu alt für’s Camp. Seine Enttäuschung darüber stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Anfangs ist es noch neblig und recht kalt, aber je länger der Tag, umso schöner und wärmer wird es.

Nach knapp 25 km kommen wir ziemlich angezählt in Lugo mit seiner gewaltigen 2130 m langen, vollständig erhaltenen Stadtmauer an.

Sie stammt aus dem 1. und 2. Jahrhundert und wurde im Mittelalter erneuert und ausgebaut. Im Jahr 2000 wurde die Mauer von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt. Am gigantischen Tor Puerta de San Pedro steht auch der Monolith, mit km-Tafel, an der wir uns auf den Sensor der Kamera verewigen.

km-Tafel: Ab jetzt 2-stellig (99,583 km)

Die Dusche und ein kleines Nickerchen bringen uns wieder auf die Beine. Gegen Abend schlendern wir noch durch die Altstadt und genießen in einem Restaurant unser tolles Abendessen.



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11.06.2019 Camino Primitivo: Von Cadavo-Baleira nach Castroverde


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Erkenntnis des Tages: “Langsam macht schnell glücklich.” (Christof Hermann) #langsamkeit #slowlife #glück


Das Wandern (oder Pilgern) ist im Vergleich eine sehr langsame Fortbewegung für einen modernen Menschen. Heute hasten wir mit dem Flugzeug, Zug oder Auto hektisch von A nach B und weiter nach C, leben nur noch nach der Armbanduhr und vergessen dabei schnell, dass wir nur einmal leben. Alles kann uns nicht schnell genug gehen. Der Autofahrer vor uns ist ein langsamfahrender Trottel, obwohl er im Vergleich zu uns locker 25 Mal schneller unterwegs ist. Der nur auf der linken Spur fährt ist sowieso ein Vollidiot. In der Warteschlange drängeln sich alle zur nächsten Kasse vor, die gerade aufmacht, nur um ein paar Minuten einzusparen. Oftmals vergebens. Ich gebe zu, dass ich mich häufig auch in einer solchen Mühle befinde und den Augenblick oder die schönen, kleinen Dinge des Lebens oft gar nicht mehr wahrneme, geschweige denn genießen kann. Für mich gibt es kaum eine bessere Art, diesem Hamsterrad zu entkommen und zu entschleunigen, als das Streckenwandern oder das Pilgern. Man nimmt alles sehr bewusst war. Man hat Zeit, die Langsamkeit zu genießen und ist dennoch nicht gelangweilt, da man ja in ständiger Bewegung ist und die anderen Sinne wie Riechen, Hören und Sehen geschärft werden. Man ist einfach schnell ein glücklicher Mensch. Deshalb gefällt mir das Zitat von Christof Hermann so gut und wurde auch zur Erkenntnis des Tages erkoren. Es beschreibt das Gefühl des Wanderns oder Pilgerns mit einem einzigen Satz sehr treffend.

Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt. Ein Ruhetag mit nur 10 Kilometern. Wir sind, obwohl langsam unterwegs, zu schnell am Ziel. Wir haben den Rummelplatz Santiago de Compostela schon zweimal als Ziel gehabt und eigentlich genug davon gesehen. Deshalb entschleunigen wir weiter und machen heute eine sehr kurze Etappe. Es hat aber noch einen anderen Grund. Die nächste Übernachtungsmöglichkeit wäre nochmal 20 km weiter. Und gestern hatten wir schon fast 30 km gelaufen, deshalb teilen wir es auch in zwei Etappen.

Das Profil ist heute recht einfach. Einmal bergauf, einmal bergab. Übrigens kann man sich die Höhenprofile ansehen, indem man oben auf die Karte klickt und herunter scrollt. Die Route teilt sich auf halbem Wege. Wir nehmen die etwas längere, schönere Route, auf der es noch eine Kapelle und eine Kirche zu sehen gibt.

In Castroverde treffen wir dann Adriane aus Holland, die uns bereits ein paar Tage begleitet. Wir trinken gemeinsam einen Kaffee in der nahegelegenen Bar. Sie hat bereits sehr viele Wege gelaufen, auch den Camino del Norte, den wir noch im Visier haben und den Camino de la Plata, den wir bisher als zu anstrengend empfanden. Sie lobte die Schönheit des Weges in höchsten Tönen.

Obwohl wir erst um um 9:15 Uhr losgelaufen sind, kommen wir schon um 13 Uhr in der Pension an.

Viel Zeit zum Ausstrecken, Entspannen und Entschleunigen.



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Glückseligkeit am Pass Alto Lastra


Heute lassen wir den Tag extrem ruhig angehen. Der Gemischtwarenladen, bei dem ist unter anderem auch Wanderschuhe zu kaufen gibt, macht sowieso erst um 9 Uhr auf.

Um Punkt 9 Uhr stehen wir dann vorm Laden auf der Matte. Als wir fragen, ob er Schuhe in der Größe 40 hat, schüttelt er fragend den Kopf und verschwindet erstmal in sein Lager. Es dauert eine ganze Weile, aber schließlich kommt er mit drei Kartons zurück. Juhuuu. Ein paar Schuhe davon haben sogar die richtige Größe, die anderen waren ein bis zwei Nummern zu groß. Ich durchstöbere den Laden nach Dingen, um die defekten Wanderstiefel gegebenenfalls wieder in Schuss zu bringen. Ich finde Patex und Gaffertape. Zwei der wichtigsten Dinge.

Sabine probiert die Schuhe, aber so richtig begeistert ist ihr Gesichtsausdruck nach einem Kilometer durch den Laden laufen nicht.

Ich kaufe zwei Tuben Patex und vertreibe mir die Wartezeit, indem ich die alten Schuhen von den Silikonresten befreie, damit das Patex besser haftet. Eine 30 Gramm Tube verteile ich gleichmäßig auf Sohle und Schuh. 15 Minuten muss der Kleber trocknen und dann mit möglichst viel Druck die beiden Teile zusammenpressen. Sabine zieht den Schuh an und presst was das Zeug hält. Dieselbe Prozedur mit dem andern Schuh.

Sabine kann sich nicht von ihren gut eingelaufenen Tretern (10 Jahre bei >2000 km Laufstrecke) trennen und entscheidet sich für die reparierten alten Schuhe. Die neuen Schuhe haben leichte Druckstellen, die bei langen Etappen schnell zu einem Problem werden könnten. Vorsichtshalber nehmen wir noch eine Rolle stabiles Gaffer Tape mit. Weiterhin ersetzen wir ihren einsamen alten Wanderstock durch ein Pärchen Wanderstöcke, denn es läuft sich doch sehr viel angenehmer mit 2 Stöcken. Das haben wir in der Zwischenzeit auch herausgefunden.

Wir sind jetzt gerüstet für den weiteren Weg in Richtung Santiago de Compostela. Allerdings ist es bereits 10:15 Uhr und wir haben eine sehr lange Etappe zu laufen, da es keine Übernachtungsmöglichkeit dazwischen gibt.

Der Weg führt noch etwas bergig hinauf zur alten Pilgerherberge bei Montouto, wo wir weiter oben die Aussicht über die grandiose Mittelgebirgslandschaft genießen.

Wunderschöner Ausblick

Dann wandern wir durch einen schattigen Wald hinab ins Tal. Die Aufstiege zum Pass Alto Lastra und dem Pass Alto de Fontaneira stellen noch zwei kleinere Herausforderungen dar. Nach dem ersten Pass kommt das Zweiseelendorf Paradavella, wo uns der aufgeregt bellende kleine und giftige, schwanzwedelnde Wachhund Hugo an der Café Bar Casa Meson empfängt.

Er beruhigt sich aber ganz schnell und will am liebsten gekrault werden. Die Musik, die dort läuft, ist voll nach unserem Geschmack und so verweilen wir dort eine Stunde bei Café, Cola und Tortilla und zeigen unseren Füßen, wie schön frische Luft sein kann. Zwischendurch unterhalten wir uns mit einem netten Pilger aus der Schweiz, der in Irún den Camino del Norte gestartet und nun bereits einen Monat auf den Beinen ist.

Wir setzen unsere Wanderung fort und es geht weiter heftig bergauf und bergab. Teilweise sehr steile Passagen mit grandiosen Ausblicken.

Eine Menge Glückshormone werden ausgeschüttet und eine Melodie schleicht sich unweigerlich in meinen Kopf. Der Text beginnt mit ….. „Is this the real life, is this just fantasy. Caught in a landside, no escape from reality. Open your eyes, look up to the skies and see real world, is this just phantasy“.

Ich suche den Song auf YouTube, wir schauen Endorfin-überschüttet in die unfassbar schöne Landschaft und trällern ein paar Minuten lautstark zu Bohemian Rhapsody von Queen mit. Ein wahres Glücksgefühl mit Gänsehauteffekt am ganzen Körper.

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Die Strecke will jedoch heute fast kein Ende nehmen. Nach jeder Kurve hoffen wir, unseren nächsten Zielort Cádavo-Baleira sichten zu können, aber weit gefehlt. Kurve um Kurve kein Ort in Sicht. Die nächste Melodie, die in den Kopf kommt ist von den Beatles. Wir singen gemeinsam, um unsere Schmerzen zu besiegen.

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Als dann endlich der langersehnte Ort auftaucht und wir einen Blick in unseren Reiseführer nehmen, werden wir jedoch bitterlich enttäuscht. Es ist nicht der Ort mit der Übernachtungsmöglichkeit. Dieser ist nochmal 5 km hinter zwei noch zu nehmenden Bergen und schier endlosen Wegen.

Unweigerlich kommt mir der Refrain einer dritte Melodie in meinen Kopf und verursacht bei Sabine einen Lachflash, der ein Laufen für kurze Zeit unmöglich macht.

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Nach anstrengenden 28,2 km bei 740 Hm bergauf und stolzen 920 Hm bergab erreichen wir dann letztlich etwas erschöpft aber dennoch überglücklich unser heutiges Etappenziel.

Die herrliche Dusche bringt dann das erste Drittel Leben zurück. Das köstliche 3-Gänge Pilgermenü zu 10 € mit Rotwein bringt das zweite Drittel Energie zurück. Und morgen früh sind dann hoffentlich die Akkus komplett wieder aufgeladen.

Prost!

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Erkenntnis des Tages: 
Adios Asturien – Hola Galizien


Der dicke Spanier von gestern hat sein Versprechen wahr gemacht, ja sogar um ein Vielfaches übertroffen. Er hat uns angekündigt, dass er schnarcht. Allerdings könnte man die Geräusche, die er von sich gab eher als Grunzen bezeichnen. Hier der Beweis:

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Schnarchender Pilger

Um die Lautstärke nur zu erahnen, solltet ihr einen Kopfhörer aufsetzen und die Lautstärke auf 100 einstellen. Das Bett hat gebebt. Trotz High-end Ohrenstöpsel und mit dem Kissen auf dem Ohr, hat man dieses Grunzen gehört, als läge er direkt neben mir.

Kein Auge konnte ich zumachen. In meinen Gedanken pikste ich ihn mit meinen Wanderstöcken abwechselnd in sein dickes Bäuchlein.

Aber der arme Kerl kann ja nichts dafür, und ich bin ja im Grunde auch ein braver Pilger. Also nehme ich meinen Schlafsack, Decke und Kissen und gehe in den Aufenthaltsraum hinunter. Dort steht ein viel zu kleines Sofa und kauere dort für den Rest der Nacht, aber kriege wenigsten für ein paar Minuten die Augen zu.

Glücklicherweise ist der Schnarcher auch der Erste, der den Aufenthaltsraum betritt, so kann ich dann nochmal für ne Stunde nach oben und ausgestreckt liegen. Allerdings fängt jetzt der brasilianische Freund unaufhörlich mit dem Rascheln der Tüten an. So muss heute ein unausgeschlafener Junge auf den Sünderpfad.

Damit es uns nicht zu wohl wird, geht es nach dem Frühstück gleich bergauf. Zwar nicht steil, dafür sehr matschig. Eine große Kuhherde muss den Weg zusätzlich mit ausreichend ihrer Hinterlassenschaften versorgt haben.

Die Strecke heute ist etwas weniger spektakulär und kann sich nicht ganz mit den vorigen Etappen messen. Aber wir sind natürlich auch sehr verwöhnt worden in den letzten Tagen. Nichtsdestoweniger sind manche Ausblicke wieder traumhaft schön. Heute überwinden wir den zweithöchsten Pass mit über 1000 Hm. Der Pass stellt gleichzeitig die Grenze von Asturien nach Galizien dar.

Wir machen beim Grenzübertritt abwechselnd Fotos von uns. Ein rastender Pilger 50 Meter weiter beobachtet uns, kommt her und bietet sich an, ein gemeinsames Bild von uns zu machen.

Grenzübertritt

Wir kommen mit dem älteren Herrn in ein super interessantes Gespräch. Er ist der erste Pilger seit Anfang unserer Wanderung (10 Etappen), der den Camino Primitivo in entgegengesetzter Richtung geht. Er erzählt, dass er in Lissabon gestartet ist und den Camino Portugués bis Santiago und von dort aus den Camino Primitivo bis hierher gegangen ist. Weiter will er über den Camino del Norte bis in die Bretagne, weiter nach England über Schottland nach Irland. Dort will er bis September durchgelaufen sein. Nächstes Jahr will er von Frankreich über Dortmund, Hamburg, Kopenhagen nach Stockholm und nach Helsinki laufen. Das Jahr drauf auch wieder so eine verrückte Tour durch Lettland, Estland, Litauen und über Polen, Tschechien nach Prag. Der rüstige Rentner ist bereits 72 Jahre alt und hat für die nächsten Jahre schon große Ziele im Kopf. Als wir uns verabschieden, fragen wir noch nach seinem Namen. Er heißt Bernard und ist Franzose, der fließendes Englisch spricht. Eine wundervolle 5-minütige Begegnung, die uns den Rest des Weges lange nachdenken lässt. Ist es nicht wunderbar, wenn ältere Menschen noch neugierig sind, Träume haben und diese auch noch ausleben?

Lebe wohl, Bernard. Wir wünschen Dir, dass du auch noch mit 75 Jahren Pläne machst bis zu Deinem 100. Geburtstag. Wir wünschen Dir von Herzen, dass Du Deine Pläne auch noch umsetzen kannst. Wir ärgern ist ein wenig, dass wir kein Foto von ihm haben. So muss er in Gedanken bei uns bleiben.

800 Meter nach der Pass-Grenze Acebo nach Galizien kommt die erste Ortschaft namens Acebo, bestehend aus einem einzigen Haus, welches eine Café Bar beherbergt. Unzählige Fotos und Andenken hängen an der Wand. Ein wahres Museum. Auch sammelt der Wirt billige Armbanduhren, die überall hängen.

Armbanduhren-Sammlung

Eine kleine Stärkung bringt uns dann weiter über die hügelige Landschaft bergauf und bergab.

Auf halber Strecke macht dann Sabine’s zweiter Schuh schlapp.

Die Sohle hängt runter wie eine Zunge aus einem schwitzenden Hundemaul. Wie in Gottes Namen konnten sich die zwei Schuhe so gut absprechen. Über 10 Jahre sind sie alt und über 2000 km haben sie auf dem Buckel. Und die Sohlen beider Schuhe lösen sich nur um einen Tag versetzt ab. Das gehört auch zu den Mysterien des Camino. Wir flicken die Schuhe mit dem gestern gekauften Silikon, befestigen die Sohlen mit einem Rest eines Elektroweidezauns und sichern es zusätzlich mit Leukoplast. Auf diese Weise kommen wir zumindest mal zum nächsten Etappenziel A Fonsagrada. Auch den letzten steilen und langen Anstieg in den Ort überleben die Schlappen. Wir kommen an einem Gemischtwarenladen vorbei und im Schaufenster sind Wanderschuhe, nur Sonntags leider geschlossen. Morgen macht der Laden leider erst um 9 Uhr auf. Wir werden daher schön ausschlafen und Schuhe gucken.

Am Abend finden wir unser Pilgermenü mit Wasser, Wein und der leckeren galizischen Spezialität Pulpo (🐙) und Pimientos de Pardon (gegrillte Paprika mit groben Salzkörnern). Zum Nachtisch gibt es eine Crema de Limon. Herrlich!

Galizische Spezialität: Pulpo und Pimientos de Pardon

Jetzt liegen wir im Bett und können kaum noch atmen. 😄



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08.06.2019 Camino Primitivo: Von Albergue Las Grandas nach Castro


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Erkenntnis des Tages: 
Sohlen sind ein sehr wichtiger Bestandteil eines Wanderschuhs


Heute hätten wir gut und gerne noch bis mittags geschlafen. Die beiden letzten Etappen hatten es scheinbar doch in sich. Dass es erst um 8 Uhr Frühstück gibt kommt uns sehr entgegen.

Heute teilen sich die ersten paar Kilometer Pilger und Autos die Landstraße,. die wieder bergauf geht. Allerdings sehen wir nur 2 Autos auf der gesamten Strecke. Zur Linken haben wir den Blick auf den wunderschönen Stausee und zur Rechten den Berg. Wir wundern uns, dass in dieser Landschaft kaum Vögel in der Luft zu sehen sind. Auch hören wir kein zwitschern. Außer ein paar dicken schwarzen Nacktschnecken, ein paar toten Fröschen und Mäusen sind keine Tiere zu sehen.

Irgendwann verzweigt sich der Weg doch in einen steilen Wanderpfad, der letztlich nach ca. 5 km in Grandas de Salime endet.

In einer Café Bar machen wir eine Pause. Unser Plan für heute sieht vor, dass wir einen ruhigen Tag einlegen, von daher passt das. Der weitere Weg aus dem Dorf geht wieder aufwärts. Der Weg ist heute zu weiten Teilen gesäumt von Ginster, der im kräftigen Gelb von der Sonne angestrahlt wird. Nach einer kleinen Rast kurz vor Castro fällt von Sabine’s rechtem Wanderschuh die Sohle ab. Natürlich ist weit und breit kein Schuhladen in Sicht. Einen Schuhmacher sucht man hier im Niemandsland auch vergeblich. Die nächste größere Stadt kommt erst in 3 Tagesetappen. Was nun? Improvisieren ist jetzt angesagt. Notdürftig kleben wir die Sohle mit Leukoplast wieder fest, damit wir wenigstens noch zur nächsten Herberge kommen. Als wir den anderen Schuh unter die Lupe nehmen, müssen wir leider feststellen, dass diese Sohle auch bald abfallen wird.

Wir melden uns in der Jugendherberge an und schildern unser Problem. Das Einzige womit man uns helfen kann ist eine Tube Silikon.

Unser Plan ist es, zunächst mit Leukoplast weiterzulaufen, bis die Rolle komplett aufgebraucht ist und die Tube Silikon als zweiten Helfer einzusetzen. Hoffentlich geht unser Plan auf.

Heute ist eine sehr kurze Etappe und hier gibt es eine Waschmaschine. Nun sitze ich mit der Badehose auf einer Bank, schreibe den Bericht und warte bis die Maschine fertig ist. Endlich mal alle Kleider durchwaschen.

In unser 4 Bett Zimmer gesellen sich ein fröhlich singender Spanier und ein Brasilianer. Der Spanier hat uns schon angedroht, dass er schnarchen wird. Mal sehen ob wir heute Nacht ein Auge zu kriegen.



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07.06.2019 Camino Primitivo: Von Berducedo nach Albergue Las Grandas


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Erkenntnis des Tages: 
Glaube keinem Reiseführer, den Du nicht selbst geschrieben hast


In der Nacht pfeift der Wind kräftig und geräuschvoll ums Haus, auch die Temperaturen sind auf eisige 7 Grad gefallen. Dazu kommt Regen und der Berg ist in den Wolken eingehüllt. Man mag gar nicht aus den Federn bei diesem feucht-kalten Wetter. Geschweige denn laufen. Im Vergleich zu ein paar Tagen vorher, als wir 34 Grad im Schatten hatten, ein massiver Temperatursturz. OK, wir sind noch auf 900 Metern Höhe, dass macht sicherlich auch etwas aus. Um 6:45 Uhr ist es so hell im Zimmer, dass wir trotzdem freiwillig aufstehen. Unter uns ist die Café Bar, wo es auch ein kleines Frühstück gibt. Bocadillos (belegte Brötchen) zum Mitnehmen werden hier nicht angeboten. Unserem veralteten Outdoor Reiseführer von 2016 nach, gibt es die nächsten 15 km keine Möglichkeit einzukaufen oder einzukehren. Notgedrungen nehmen wir ein paar Muffins mit, um unterwegs keinem Hungerast zu unterliegen. Danach geht’s mit allen Klamotten und Poncho an wieder auf die gelbe Piste.

Nach einem kurzen Stück bergab geht es gleich wieder 100 Hm hinauf. Auf halber Strecke wird’s durch die aufwärts verrichtete Arbeit doch etwas warm unter dem Poncho. Das Fleece muss weichen, sonst ist nachher alles nass verschwitzt und man muss vielleicht dadurch frieren, wenn es darauf ankommt. Nach dem Berg geht es wieder 100 Hm bergab in das Örtchen La Mesa.

Was unser alter Reiseführer nicht weiß ist, dass inzwischen eine funkelnagel neue Albergue mit Café Bar in La Mesa errichtet wurde.

Dort legen wir nach ca. 4 km recht früh eine Aufwärm- und Kaffeepause ein und decken uns mit Bocadillos de Patatas ein. Einem leckeren und nahrhaften Kartoffel/Ei-Gemisch auf Baguette. Alvaro Soler sorgt mit seinem Song Sofía für Heiterkeit und gute Stimmung.

Weiter geht es wieder ca. 150 Hm bergauf auf einer wenig befahrenen Landstraße entlang. Als wir um den Gipfel, mit den vielen geräuschvoll und schnell drehenden Windkraft-Rädern, herum laufen, erfasst uns ein starker Wind von vorne. Wenig später kommt auch noch heftiger kalter Regen hinzu. Mit allen Tricks versuchen wir unsere Ponchos weit nach unten zu halten, damit die Hose nicht bis oben hin durchnässt wird. Die Finger frieren uns dabei fast ein. Die Handschuhe haben wir aus Gewichtsgründen zu Hause gelassen. Glücklicherweise ist der Spuk aber nach 20 Minuten vorbei. Und je weiter wir uns vom Berg entfernen, umso spürbar wärmer wird es. Auch der Wind lässt stark nach. Der Stausee rückt nach dem zweiten Hügel auch langsam ins Blickfeld und ist unser heutiges Etappenziel, aber noch in weiter Ferne. Viele Höhenmeter müssen vorher noch vernichtet werden. Das Panorama und die Sicht auf die fernen Berglandschaften ist traumhaft schön.

Heute haben wir zwar nicht viele Höhenmeter bergauf, dafür umso mehr bergab zu laufen. Wer nun meint, dass bergab laufen leichter sei, der täuscht sich. Das Gefälle ist oft recht stark und gelegentlich auch steinig. Zumindest merkt man nach knapp 1000 Hm bergab, dass man doch etwas müde davon wird, zumal wir unser Gepäck ja nicht transportieren lassen, sondern selbst schleppen. Um ehrlich zu sein, ich laufe lieber lange bergauf als bergab.

Der naturbelassene Trampelpfad endet an der Straße, die zur Staumauer führt. Unterwegs ist rechterhand ein offenes Tor an einem großen Felsen angebracht. Neugierig gehen wir hindurch und landen dann an einer Aussichtsplattform, von der man einen wunderschönen Ausblick auf die Staumauer und den weiteren Verlauf des Rinnsales hat. Staumauern stellen für mich eine Meisterleistung des Bauhandwerks dar. Ja, ich würde es sogar als Baukunst bezeichnen. Unfassbar, zu was Menschen in der Lage sind. Der Diktator Franco ließ 1954 dieses monumentale Bauwerk errichten und siedelte dafür 3500 Menschen um. Ganze Dörfer liegen nun unter dem Wasserspiegel. Wir laufen über die Staumauer und weiter die Straße entlang ein paar hundert Meter aufwärts. Unsere Albergue/Hotel liegt auf einer Anhöhe mit einem sagenhaften Blick auf den Stausee. Inzwischen scheint die Sonne und wir genießen einen Kaffee auf der Terrasse des Hotels und genießen die Aussicht.


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06.06.2019 Camino Primitivo: Von Pola de Allande nach Berducedo


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Erkenntnis des Tages: 
Höchster Punkt des Camino Primitivo erreicht


Gestern Abend dachten wir noch, dass wir heute morgen vom Glockengeläut des Big Ben geweckt werden, aber Fehlanzeige. Entweder haben sie das Geläut morgens abgestellt oder wir haben es einfach überhört. Gestern kam die Melodie jedenfalls im Stundentakt. Warum man in einer asturischen Kleinstadt ausgerechnet diese Melodie wählt hat, erschließt sich uns nicht. Es wird uns wahrscheinlich ein ewiges Rätsel bleiben, wenn wir keine entscheidenden Hinweise unserer Leser erhalten. Das Frühstück besteht aus Café con leche und Tostadas mit knochenharter Butter, die die Toasts bitterlich zerstören und bisschen Marmelade. Um 8:15 Uhr sind wir dann soweit, den Primitivo unter die Füße zu nehmen. Zunächst führt der Weg leicht bergauf zur Stadt hinaus an der wenig befahrenen Landstraße entlang. Dann biegt der Camino links in einen naturbelassenen und sehr ursprünglichen Weg ein. Es ist ein Paradies für Fotografen. Alle paar Meter bleibe ich stehen, um Fotos von der traumhaften Landschaft zu machen. Es ist hier wie in einem Bilderbuch. Ich bin froh, dass ich Fotograf und kein Maler bin, denn ich würde wahrscheinlich an jeder zweiten Ecke meine Staffelei aufstellen und viele Tage brauchen, um voran zu kommen.

Hinter uns hören wir schon längere Zeit ein fröhliches Pfeifen eines Pilgers. Wir bleiben an einer Brücke stehen und machen Fotos. Der fröhliche Wandersmann bietet uns an, ein Foto von uns Beiden auf der Brücke zu machen. Ein seltenes Bild entsteht dabei auf dem wir beide mal zu sehen sind. Diese typischen Selfie-Aufnahmen mögen wir beide nicht so sehr, deshalb kommt uns das Angebot des fröhlichen Spaniers sehr gelegen. Es ist kaum zu glauben, aber diese Etappe übertrifft die anderen nochmal an Schönheit. Zunächst geht es am Rande eines schönen, ruhigen Tals zunehmend steiler bergauf. Dann werden die alpinen Regionen erreicht und der Pass Puerto del Palo auf 1.146 Hm erklommen. Wir sind jetzt gleichzeitig auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung angekommen. Auf der Passhöhe machen wir Rast in einer windgeschützten Steinhütte, worin sich eine Bank befindet. Dort wartet auch der schnellste Radpilger einer Gruppe auf seine Freunde, die wir bereits weiter unten im Vorbeifahren fotografiert haben. Nach einigen Minuten kommen seine potugisischen Freunde und die Hütte ist voll. Sie wollen den Camino in 3 Tagen schaffen. Das sind mehr als 100 km pro Tag bei sehr anstrengenden Steigungen und Abfahrten. Einer der Radfahrer macht für uns noch ein Foto am Schild des Passes, bevor sie den Berg hinab donnern.

Der Abstieg ist ebenfalls sehr reizvoll, aber auch anstrengend, denn er geht recht steil und lange auf einem Geröllfeld hinunter. Bis Lago müssen dann noch zwei 100 Meter hohe Hügel überwunden werden, bevor es recht eben durch einen Pinienwald geht. Bis dahin haben wir den ganzen Tag nur zwei Pilger gesehen Als wir im Pinienwald nochmal eine kleine Rast machen, laufen in der kurzen Zeit bestimmt 10 Pilger vorbei. Zu guter Letzt steigen wir nur noch leicht zu unserem heutigen Etappenziel Berducedo ab.

Bei Ankunft wird uns direkt ein Pilgermenü für 10 € kredenzt. Es beinhaltet eine 1,5 l Flasche Wasser, eine Flasche Rotwein, eine köstliche Linsensuppe mit Einlage, ein Stück Fleisch mit Pommes Frites und zum Abschluss einen geschälten Pfirsich mit Creme. Für das Doppelzimmer bezahlen wir 30 Euro.



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